Höhen und Tiefen

"Drei Engel für Charlie"-Star Cheryl Ladd: Das macht die Schauspielerin heute

12.07.2026, 07.53 Uhr
Cheryl Ladd, einst einer der "Drei Engel für Charlie", feiert ihren 75. Geburtstag. Nach überstandener Krebserkrankung ist sie heute dankbar und stolz auf ihr Leben, das sie Hollywood zu verdanken hat.

Es war eine kleine Sensation: Beim PaleyFest, einem alljährlich stattfindenden TV- und Entertainment-Festival in Hollywood, feierten die "Drei Engel für Charlie" im April 2026 ein Wiedersehen. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Kultserie saßen Cheryl Ladd, Jaclyn Smith und Kate Jackson, die sich zuvor seit fast 20 Jahren kaum in die Öffentlichkeit gewagt hatte, gemeinsam auf einem Podium. Dort sprachen sie nicht nur über die Serie, die sie berühmt machte, sondern auch über etwas, das die drei Frauen ebenfalls "verbindet": Alle drei haben Krebserkrankungen überlebt. Dass Ladd nun am 12. Juli ihren 75. Geburtstag feiern kann, war lange Zeit nicht absehbar.

Cheryl Ladds langer Weg

"Bei mir handelte es sich um eine aggressive Form", sagte Ladd bei der Veranstaltung, wie "Fox News" berichtete. Durch die Behandlung ihrer Brustkrebserkrankung sei sie zeitweise kahl gewesen, "eine Erfahrung, die mich demütig gemacht hat". Halt gab ihr vor allem ihr Ehemann, der sie durch die gesamte Behandlung begleitete. Als erste kleine Haare nachwuchsen, sei das ein Moment der Erleichterung gewesen.

Ihre Kolleginnen reagierten, wie es unter Freundinnen üblich ist: Jaclyn Smith, die 2002 selbst an Brustkrebs erkrankte, schickte ihr sofort eigene Perücken. Kate Jackson, die sogar zwei Brustkrebserkrankungen überstanden hat, nutzte den Auftritt für einen Appell: "Früherkennung ist entscheidend. Wenn man den Krebs früh genug entdeckt, wird es einem wahrscheinlich gut gehen." Ladd selbst hob hervor, dass man nie die Hoffnung aufgeben dürfe: "Es war ein langer, langer, schwerer Weg. Aber man kommt einfach durch. Man macht einfach weiter."

"Drei Engel für Charlie" machte Cheryl Ladd über Nacht bekannt

Durchhaltevermögen musste Cheryl Ladd schon früh beweisen: Geboren 1951 als Cheryl Jean Stoppelmoor in Huron, South Dakota, Tochter eines Lokführers und einer Kellnerin, zog sie mit 19 Jahren nach Los Angeles. Eigentlich wollte sie als Musikerin durchstarten, ihren ersten Job bekam sie jedoch beim Fernsehen – als Gesangsstimme der Zeichentrickfigur Melody in "Josie and the Pussycats".

Auch wenn sie in den späten 70er-Jahren einige Alben veröffentlichte, konzentrierte Ladd sich bald auf die Schauspielerei. Sie war in Werbespots zu sehen und spielte Nebenrollen in Fernsehserien – etwa in "The Rookies" (1972), wo sie erstmals auf ihre spätere Kollegin Kate Jackson traf. Bei den Dreharbeiten zu "Treasure of Jamaica Reef" (1973) wiederum traf sie ihren späteren Ehemann David Ladd. Der große Durchbruch aber kam erst 1977 – und zunächst mit einer Absage.

Als Farrah Fawcett nach der ersten Staffel von "Drei Engel für Charlie" ausstieg, rief Produzent Aaron Spelling bei Ladd an. Sie lehnte ab. Erst nach einem persönlichen Gespräch überzeugte sie eine Idee: nicht Fawcetts Nachfolgerin zu spielen, sondern eine eigene Figur – Kris Munroe, die jüngere Schwester von Fawcetts Figur Jill. "Dann hast du deine Schauspielerin", sagte Ladd zu Spelling, als klar war, dass sie die nicht zu ersetzende Fawcett – damals der unbestrittene Star der Serie – nicht einfach kopieren solle.

"Drei Engel für Charlie" machte sie über Nacht bekannt – mit allem, was dazugehört: "Am nächsten Tag wollen alle wissen, was du isst, womit du dir die Haare wäschst", erinnerte sie sich in einem Interview mit "Woman's World". Kritiker taten die Serie damals als "Jiggle-TV" ab – ein Begriff, der in den 70er- und 80er-Jahren im US-Fernsehen für besonders freizügige Serien geprägt wurde, bei denen die Kamera gezielt auf wackelnde Körperbewegungen der Darstellerinnen setzte, oft in Zeitlupe. Ladd sah das früh anders. Die Häme habe mehr über verunsicherte Kritiker ausgesagt als über die Serie selbst: "Ich sage immer, wir waren wie drei erwachsene Pfadfinderinnen, aber das war ein gutes, starkes Vorbild für junge Frauen".

"Drei Engel für Charlie"-Star bereut nichts

Nachdem "Drei Engel für Charlie" 1981 endete, blieb Cheryl Ladd ein gefragtes TV-Gesicht: Sie war in zahlreichen Fernsehfilmen zu sehen (etwa als "Grace Kelly" 1983), spielte in der Serie "One West Waikiki" (1994-96) die Hauptrolle und tritt bis heute immer wieder in Gastrollen ("Charmed", "CSI: Miami", "Ray Donovan") auf. Auch am Broadway trat Ladd auf und spielte unter anderem in "Annie Get Your Gun" (2000) die Hauptrolle.

Seit 1981 ist Ladd mit Musikproduzent Brian Russell verheiratet, engagiert sich als Botschafterin für die Kinderschutzorganisation Childhelp und trifft bis heute Fans, die ihr erzählen, "Charlie's Angels" habe sie zur Polizistin, Feuerwehrfrau oder Ärztin inspiriert. Genau das, sagt sie, mache sie stolz: die Vorstellung, dass jede Frau sein kann, wer sie sein möchte.

Ohnehin spricht aus Ladd heute vor allem Dankbarkeit, "Ich habe wirklich zwei wundervolle Kinder, einen tollen Ehemann und drei Enkelinnen", sagte sie gegenüber "Fox News". "Mir geht es also hervorragend. Und wissen Sie, ich glaube, 'Drei Engel für Charlie' war einfach Schicksal. Ich bereue nichts."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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