Schauspieler aus Überzeugung – aber nicht fürs Fernsehen
André Vetters wurde 1960 geboren und entschied sich schon früh für die Schauspielerei. Anders als viele Kolleginnen und Kollegen zog es ihn nicht vor die Kamera, sondern auf die Bühne. Vetters ist Theaterschauspieler aus Leidenschaft. Einer jener Künstler, die sich dem schnellen Ruhm verweigern und stattdessen auf Beständigkeit setzen. Er stand unter anderem auf Theaterbühnen in Leipzig und Frankfurt.
In den 1980-er Jahren hatte er seine ersten bekannten Auftritte in klassischen Werken wie „Die Räuber“ von Friedrich Schiller. Sein Talent für dramatische, tiefgründige Rollen, die ihm als Darsteller sowohl körperliches als auch emotionales Können abverlangen, zeigte sich früh und machte ihn im Laufe seiner Karriere zu einem gefragten Ensemblemitglied. In welcher Rolle auch immer, sei es als tragischer Held, charismatischer Charakterdarsteller oder alberner Komiker, Vetters Spiel ist nie überzogen, sondern authentisch und feinfühlig. Er zeigt, dass wahre Kunst nicht laut sein muss, um zu beeindrucken. Bis heute blieb er den „Brettern, die die Welt bedeuten“ treu. Während Simone Thomalla und später auch Tochter Sophia Thomalla den Weg in Richtung TV einschlugen, hielt sich André Vetters bewusst im Hintergrund. In großen Talkshows, auf roten Teppichen oder in Boulevard-Schlagzeilen sucht man ihn vergeblich. Er besetzt damit eine Kontrastposition, die ihn umso spannender macht.
Ehe mit Simone Thomalla und gemeinsame Tochter
Kennengelernt haben sich Simone Thomalla und André Vetters 1988. Ein Jahr später kam Tochter Sophia zur Welt, 1991 folgte die Hochzeit. Leider hatte das klassische Familienmodell nicht dauerhaft Bestand, genauer gesagt bis zur Scheidung im Jahr 1995. Die Trennung verlief offenbar respektvoll und ohne öffentlich ausgetragene Konflikte – eine Größe, die im Umfeld ihrer prominenten Kollegen alles andere als selbstverständlich ist. Bis heute scheint das Verhältnis zwischen den dreien von gegenseitiger Wertschätzung geprägt zu sein. Ein seltener gemeinsamer Schnappschuss aus dem Jahr 2022, den Simone Thomalla selbst veröffentlichte, zeigte Mutter, Vater und Tochter vereint. Der knappe, jedoch vielsagende Kommentar: „Mutter, Vater, Kind“ – versehen mit einem Herz.
Ein Vater, der bewusst im Hintergrund bleibt
Über das Privatleben von André Vetters ist nur wenig bekannt. Er lebt in Berlin, arbeitet weiterhin als Schauspieler und Fotograf und meidet die Öffentlichkeit konsequent. Gerade diese Zurückhaltung hebt ihn von vielen prominenten Elternteilen ab. Während Sophia Thomalla mit deutlichen Meinungen, Tattoos und medialer Präsenz polarisiert, scheint ihr Vater ein Gegenpol zu sein. Er ist beständig, authentisch und hingebungsvoll, jedenfalls in dem Maße, wie sein professionelles Auftreten Rückschlüsse auf sein Privatleben zulässt. Dass Sophia eine enge Beziehung zu beiden Elternteilen pflegt, zeigt sich immer wieder, auch wenn sie über ihren Vater deutlich seltener spricht als über ihre Mutter oder frühere Partner.
Weitere Vaterfiguren in Sophias Leben
Noch im Scheidungsjahr kamen sich Simone Thomalla und Schauspielkollege Sven Martinek (61) näher. Er übernahm für Sophia die Vaterrolle. Sie trägt sogar ein Tattoo, welches Martinek gewidmet ist. Über den – offensichtlich gelungenen - Vaterersatz verriet Sophia Thomalla in einem „Bild“-Interview: „Ich wollte immer die Leute auf meiner Haut tragen, die mir sehr nahestehen. Sven gehört auch dazu, er war immer wie ein Vater für mich." Die Beziehung hielt vier Jahre und wurde schließlich vom 21 Jahre älteren Fußballmanager Rudi Assauer († 74) „abgelöst“.
Auch er spielte eine prägende Rolle, denn für Sophia war der frühere Schalke-Manager zeitweise eine Art Ziehvater. In einem „Bild“-Interview beschrieb sie ihn als wichtigen Bezugspunkt in ihrer Jugend: „Auch wenn er stets arbeitete und meist nicht vor 10 Uhr abends zu Hause ankam, war er immer für mich da. Mehr als ich es wollte, muss ich im Nachhinein feststellen. Er hatte nämlich das große Los gezogen, mich in meiner Pubertät begleiten zu dürfen. Die erste Zigarette, der erste Schluck Alkohol, die erste 6 in Mathe, der erste Besuch beim Direktor, der erste Freund, das erste Tattoo. Wenn er mich jetzt sehen würde, so zutätowiert wie ich bin, würde er wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, lachen und sagen: 'Ach du liebe Zeit. Gute Nacht, Maria!'“
Ein stiller Teil einer prominenten Familie
André Vetters steht exemplarisch für jene raren Menschen im Hintergrund prominenter Biografien, ohne die vieles nicht erklärbar wäre. Er ist kein Medienstar, kein Talkshow-Gast und kein Dauerbrenner in den Schlagzeilen. Dafür ist er ein wichtiger, unverrückbarer Bestandteil von Sophia Thomallas Familiengeschichte. Seine Zurückhaltung macht ihn zu einer bemerkenswerten Figur im Umfeld einer der bekanntesten Moderatorinnen Deutschlands.
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