„Der Bergdoktor“: Hans Sigl spricht erstmals über ein mögliches Serien-Ende
Seit über eineinhalb Jahrzehnten ist Hans Sigl untrennbar mit der Rolle des Dr. Martin Gruber verbunden. Jetzt spricht der Schauspieler erstmals offen darüber, dass auch diese Erfolgsgeschichte ein Ende haben könnte. Im Podcast "SWR1 Leute" reflektiert der 56-Jährige darüber, wie lange sich der "Bergdoktor" noch glaubwürdig erzählen lässt – und welches sehr konkrete Bild er für seinen eigenen Abschied bereits im Kopf hat.
Hans Sigl hat eine klare Vision für den Abschied vom „Bergdoktor“
Auch, wenn Sigl aktuell noch nicht daran denkt, seine Rolle als Dr. Gruber abzulegen, hätte er für sein Serien-Aus eine Wunschvorstellung: "Mein Bild ist ganz klar, ich wüsste, wie ich das inszenieren würde." So würde Martin Gruber "aufgrund einer Geschichte, die noch zu finden wäre", beschließen, Ellmau wieder zu verlassen. "Er würde in meiner Version genauso in den Zug einsteigen, wie er in Folge 1 ausgestiegen ist", erklärt Sigl und betont: "Das muss so sein, dann wäre die Klammer perfekt."
Seinen Charakter einfach sterben zu lassen, fände er als Lösung "nicht schick". Dass Martin Gruber Ellmau aus eigenen Stücken wieder verlässt, wäre dagegen ein "angemessenes Ende": "Dass er wieder seines Weges zieht und dann eine Phase seines Lebens da in seiner Heimat verbracht hat."
Ein reflektierter Blick auf die eigene Rolle: Hans Sigl schaut jede Folge linear im Fernsehen
Podcast-Host Jens Wolters möchte wissen, wie Sigl spüre, "ob er noch für die Rolle brennt, oder nicht". Sigl erklärt, er merke dies "beim Gucken". So schaue er sich die neuen Folgen stets linear im Fernsehen an – und zwar im Stehen. "Wenn ich es mir nicht mehr anschauen würde und sagen würde 'Dann schreibt mir mal, wie die Quote war', dann wäre ich glaube ich am falschen Platz."
Auch, was neue Drehbücher angehe, verspüre er immer noch eine "Einlassungslust" und lese sie sofort, sobald sie ihm vorgelegt würden. Würde er diese Lust nicht mehr verspüren, wäre dies "Stufe 2". Sollte es einmal so weit kommen, vermutet Sigl, dass er bereits vorher "Anzeichen" bemerken würde, dass es Zeit sei aufzuhören.
Hans Sigl denkt über neue berufliche Wege nach
An weiteren Ideen und Wünschen rund um die Arbeit mangelt es dem gebürtigen Österreicher jedenfalls nicht. "Ich würde gerne mal Theaterregie führen", erklärt er. Auch bei einem Film Regie zu führen, könne er sich vorstellen.
Ein anderer großer Wunsch des 56-Jährigen: "Wozu ich tatsächlich Lust hätte, und das eigentlich schon immer, ich hätte gerne eine Late-Night-Show", gesteht Sigl. Er spreche gerne mit Menschen und trage ein "gewisses Show-Gen" in sich: "Harald Schmidt hat das super gemacht", betont Sigl und erklärt, er verstehe nicht, warum es bis heute – abgesehen von Jan Böhmermanns "ZDF Magazin Royale" und Klaas Heufer Umlaufs Show "Late Night Berlin" – keine regelmäßige, monatliche Late-Night-Show mit tollen Gästen gebe, in der "man sich empathisch miteinander unterhält, über die Themen dieser Welt." Sigl stellt klar: "Ich wäre ready."
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH