Tim Mälzer spricht über Kostendruck auf seiner TV-Show: "Dann höre ich auf"
Seit mehr als 20 Jahren ist Tim Mälzer eines der prominentesten Gesichter des Senders VOX. Der TV-Koch mit der notorisch großen Klappe gehört zu den verlässlichsten Quotenbringern des Kölner Senders. Aktuell bereitet er mit seinem Team eine zwölfte Staffel der Erfolgsreihe "Kitchen Impossible" vor. Doch die Vorzeichen sind andere als in den Jahren zuvor. Auf der Produktion lastet erhöhter Kostendruck.
Wie dieser Druck zu meistern ist, sei aktuell "einer der größten Diskussionspunkte" in seinem Team, verriet Mälzer nun im Podcast "Hazel Thomas Hörerlebnis". "Es ist kein Geheimnis, ich arbeite für die RTL-Gruppe, den Sender VOX", sagte der 55-Jährige im Gespräch mit den Gastgebern Hazel Brugger und Thomas Spitzer. "Wir haben alle in der Öffentlichkeit mitbekommen, was da vor sich geht, dass da Stellenabbau betrieben worden ist. Dann dürfen wir uns auch nicht weiter wie die Made im Speck bewegen und sagen: Ist uns egal."
Tim Mälzer ist "kein großer Freund von Einsparungsmaßnahmen"
Anfang des Jahres hatte RTL bekannt gegeben, im Zuge einer Digitalisierungs-Strategie 230 Jobs zu streichen, insgesamt sollen es 600 werden. Der Stellenabbau wird begleitet von Veränderungen im Programm. Etwa im Bereich der Boulevardmagazine und Nachrichtensendungen wird das Angebot markenübergreifend gebündelt.
"Wir sollen einsparen" – die Botschaft hat auch VOX-Star Tim Mälzer vernommen. "Wir überlegen auch, intelligente Einsparungen zu machen, allerdings nicht am Produkt. Weil wenn das stattfindet, habe ich gesagt: Dann höre ich auf", stellte der Hamburger Gastronom klar. Er sei allgemein "kein großer Freund von Einsparungsmaßnahmen": "Ich habe noch nie beobachtet, dass das irgendwo funktioniert hat. Außer du hast es vorher wirklich mit vollen Händen zum Fenster rausgeschmissen."
Tim Mälzer zieht den Hut vor Joko und Klaas
Auf dem Zeitschriftenmarkt habe er ähnliche Erfahrungen aus nächster Nähe miterlebt, fügte Mälzer an: Im Zuge von Einsparungen seien damals "die ganzen Kreativen rausgeschmissen" worden. Mälzer. "Es wurde hier gespart, es wurde da gespart. Es waren nur noch irgendwelche Sesselfurzer da, die viel höhere Gehälter hatten und irgendwelche Zahlen verwaltet haben, und irgendwann war der Inhalt weg, den man verwaltet hat."
Vor einer solchen Entwicklung habe er auch bei seiner Show "Kitchen Impossible" Angst, bei der sich Köche im Wettstreit rund um den Erdball schicken, um ihnen unbekannte Gerichte nachzukochen. Er ziehe den Hut vor Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf, erklärte Mälzer in dem Zusammenhang. Denn die ProSieben-Entertainer hätten unlängst ihr teuer produziertes "Duell um die Welt" aus freien Stücken beendet – bevor jemand den Rotstift ansetzen konnte.
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH