Aufstieg eines Nachwuchsstars

Hero Fiennes Tiffin: Wird er der nächste große Hollywood-Star?

04.03.2026, 09.02 Uhr
Hero Fiennes Tiffin, der talentierte Neffe von Ralph und Joseph Fiennes, steht vor großen Herausforderungen in Hollywood.

"Ich hoffe nur, dass ich dem gerecht werden kann", sagte Hero Fiennes Tiffin in einem Ende Februar veröffentlichten Interview mit dem Magazin "Tatler" und meinte damit den Vornamen, den ihm seine Eltern gegeben haben. Hero, Held – ja, die Erwartungen sind hoch, die an diesen Namen geknüpft sind, dem muss man erst Genüge leisten. Dabei gibt es noch einige andere Herausforderungen, die der britische Schauspieler, der immer noch am Anfang seiner Karriere steht, meistern muss – und die haben sowohl mit seiner Familie als auch mit seiner aktuellen Arbeit zu tun.

Da wäre zum ersten die Last, die ihm seine Eltern aufgebürdet haben. Zu dem Namen, der vollständig übrigens Hero Beauregard Faulkner Fiennes Tiffin lautet, kommt erschwerend der Beruf von Mama und Papa hinzu. Beide arbeiten in der Filmbranche, George Tiffin ist Kameramann, Martha Fiennes Regisseurin und Produzentin. So etwas kann prägen, kann zum Nacheifern drängen, auch gewaltig unter Druck setzen. Zumal, wenn die Mama einem auch noch ein Erlebnis aus früheren Tagen mit auf den Lebensweg gibt. Als die mit ihm schwanger war, so erzählte es Fiennes Tiffin 2020 einem Interview mit dem "Tings Magazine", habe eine Hellseherin ihr prophezeit, sie werde einen zweiten Sohn bekommen und der würde Schauspieler werden.

Konnte ein Weg daran vorbeiführen? Jedenfalls sei ihm die Schauspielerei "einfach so zugefallen", sagte Fiennes Tiffin, und man kann den Satz nicht anders verstehen, als musste sich da einer nicht sonderlich anstrengen, um zu werden, was er wurde. Andererseits gehört er zu jener Sorte von Schauspielerinnen und Schauspielern, die es nicht leicht haben in ihrem Beruf. Einfach darum, weil sie in große Fußstapfen treten.

Das sind Heros berühmten Onkel

So einfach es für Fiennes Tiffin einerseits gewesen sein mochte, in derselben Branche Fuß zu fassen, in der auch Teile seiner Familie erfolgreich sind, so schwer wird es für ihn andererseits werden, seinen eigenen Weg zu gehen. Denn der Schatten, den vielleicht nicht seine Eltern, dafür aber zwei seiner Onkel werfen, ist riesig: Hero ist nämlich der Neffe des erfolgreichen Schauspielers Joseph Fiennes, bekannt aus dem Romanzen-Klassiker "Shakespeare in Love" und dem Serienhit "The Handmaid's Tale – Der Report der Magd", und des noch erfolgreicheren Ralph Fiennes, seines Zeichens "Schindlers Liste"-Darsteller und dreifacher Oscar-Kandidat.

Klar, es war förderlich für Fiennes Tiffins Karriere, der Sohn von George Tiffin und Martha Fiennes zu sein und der Neffe von Joseph und Ralph Fiennes und dazu der Enkel eines erfolgreichen Fotografen (Mark Fiennes) und einer Schriftstellerin (Jennifer Lash). Dessen ist er sich selbst bewusst: "Ohne meine Familie, sagte er gegenüber "Tatler", "wäre ich niemals Schauspieler geworden, und ich bin sehr glücklich darüber." Andererseits will er das Phänomen Nepotismus allein als Erklärung für seinen Erfolg nicht gelten lassen. "Wenn mir jemand sagen würde, dass ich es nicht verdiene, würde ich mich auf jeden Fall verteidigen."

Seinen Erfolg musste sich Hero Fiennes Tiffin auch verdienen

Natürlich wird er die Rolle in "Harry Potter und der Halbblutprinz" vor allem deshalb bekommen haben, weil auch Onkel Ralph darin mitspielte. Doch es hatte in seiner Karriere auch genügend Absagen und Ablehnungen gegeben, weshalb der Londoner zunächst eine Modelkarriere eingeschlagen hatte. Und andererseits: Rollen, die er bekommen hat, die musste er sich durchaus auch erkämpfen oder eben "verdienen". Wie die in der "After"-Liebesfilm-Reihe, mit der er seinen Durchbruch schaffte. Oder die Rolle in Guy Ritchies Action-Komödie "The Ministry of Ungentlemanly Warfare".

Gerade die Zusammenarbeit mit Ritchie spricht dafür, dass auch ein Fiennes Tiffin – berühmte Verwandte hin oder her – in seiner Karriere einen Schritt nach dem anderen machen musste. Durch Ritchie bekam er seine bislang anspruchsvollste Rolle, nämlich als junger Sherlock Holmes in der Amazon-Serie "Young Sherlock" (verfügbar ab 4. März), deren erste Staffel Ritchie inszeniert hat. "Größer geht es nicht", sagte Fiennes Tiffin über das Projekt und verdeutlichte damit die nächste Mammutaufgabe, die er meistern muss: Die Rolle ist an sich schon gewaltig, ein britisches Kulturgut, die dazu schon von Schauspielgiganten wie Benedict Cumberbatch und Robert Downey Jr. verkörpert. Ob er auch all dem gerecht werden kann? Seiner Familie entkommt er jedenfalls auch in der Serie erstmal nicht: Sein Onkel Joseph verkörpert in der Serie seinen Vater, Silas Holmes.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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