ARD-Urgestein Jörg Schönenborn übernimmt "Tagesthemen"-Moderation
Im März war bekannt geworden, dass ARD-Journalist Jörg Schöneborn seinen Posten als Programmdirektor des Westdeutschen Rundfunks aufgeben und künftig im Ersten die "Tagesthemen" moderieren werde. Am Montag hat der 61-Jährige nun seinen Einstand in der Nachrichtensendung gegeben.
"Herzlich willkommen, schön, dass Sie dabei sind. Wir sehen uns hier bei den 'Tagesthemen' jetzt regelmäßig und darauf freue ich mich" – mit diesen Worten begrüßte Schönenborn die Zuschauerinnen und Zuschauer. Anschließend widmete er sich routiniert und ohne nennenswerte Zwischenfälle den Themen des Tages.
Allen voran hatte Schönenborn über den wohl größten Aufreger der laufenden WM zu berichten: Donald Trumps umstrittenen Anruf bei FIFA-Chef Gianni Infantino. Trump hatte sich bei dem Telefonat über eine Schiedsrichterentscheidung beschwert und Infantino gebeten, die Rote Karte für Torjäger Folarin Balogun im Spiel der US-Auswahl gegen Belgien aufheben zu lassen.
Fauxpas oder neues Ritual?
Die Sendung beendete Jörg Schönenborn mit den Worten "Tschüss und lassen Sie es gut gehen". Ob das fehlende "sich" ein Fauxpas war oder der Journalist daraus ein festes Ritual macht, bleibt abzuwarten. Schönenborns Kollege Ingo Zamperoni verabschiedet sich gerne mit der Schlussphrase "Bleiben Sie zuversichtlich". Die letzten Worte von ARD-Legende Ulrich Wickert lauteten "... einen angenehmen Abend und eine geruhsame Nacht".
Jörg Schönenborn gehört zu den Urgesteinen der ARD. Vielen Zuschauerinnen und Zuschauern ist er als Präsentator von Hochrechnungen an Wahlabenden bekannt. Die Funktion soll er beibehalten, ebenso wie die Moderation des "ARD Presseclubs". Bei den "Tagesthemen" wird sich der gebürtige Solinger mit Jessy Wellmer, Ingo Zamperoni und Julia-Niharika Sen abwechseln.
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH