"Blindspot": Kritik zum Psychothriller mit Klaus Steinbacher bei 3sat
Der 2024 erstausgestrahlte Psychothriller "Blindspot" (Regie: Hannu Salonen, Buch: Marc O. Seng) stemmt sich gegen altbekannte Fernsehfilm-Konventionen. Alles beginnt mit einem Verkehrsunfall: Anara van Veeren (Marlene Tanczik) verliert nachts die Kontrolle über ihr Auto, rast in eine Baustelle und landet komatös im Krankenhaus. Die Polizei vermutet, dass der Wagen der jungen Frau manipuliert wurde. Ihr Ehemann Max van Veeren (Klaus Steinbacher) ist verzweifelt: Wer hätte seiner Frau so etwas antun können? Oder galt der Anschlag womöglich gar nicht ihr, sondern ihm selbst?
Bei seinen Ermittlungen im Frankfurter Bankenviertel stößt der erfolgreiche Geschäftsmann auf immer mehr Ungereimtheiten aus ihrem gemeinsamen Leben: Anaras Baby gehe es gut, erfährt er in der Klinik. Doch von einer Schwangerschaft seiner Frau hatte er bislang nichts gewusst. Dass Anara offenbar ein zweites Leben inklusive Zweitwohnung führte, überrascht ihn.
Zweifel über Zweifel
Während Max zunehmend an seinem sozialen Umfeld zweifelt, bleibt Kollegin Saskia Blankenstein (Felicitas Woll) seine einzige Verbündete. Doch auch sie verliert zunehmend die Geduld, gefährdet Max doch nicht nur seine eigene berufliche Zukunft, sondern auch die Aussicht ihrer Firma auf einen Software-Deal mit einem Scheich (David A. Hamade). Max nimmt derweil seinen Konkurrenten Patrick Reitwald (Marcus Mittermeier) als möglichen Strippenzieher ins Visier ...
"Blindspot" ist ein düsterer und kalter Krimi, der sich nach und nach zum Psychothriller entwickelt. Es dauert, bis man mit der Geschichte, die einen Haken nach dem anderen schlägt, warm wird. Die Tatsache, dass Max mehr und mehr zum unglaubwürdigen Protagonisten in seiner eigenen Geschichte wird, ist für einen Fernsehfilm ungewöhnlich. Wer sich darauf einlässt, wird am Ende allerdings belohnt.
Blindspot – Mi. 15.04. – 3sat: 22.25 Uhr
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH