McLenBurger – 100% Heimat

Eine Oma wird zur Burger-Queen

30.06.2024, 07.04 Uhr
von Elisa Eberle

Hilde, einst jüngste Küchenchefin der DDR, verliert ihren Job bei einer Burgerkette und beschließt, mit 57 Jahren ein eigenes Burgerrestaurant zu eröffnen. Der Film erzählt die Geschichte einer Frau, die trotz aller Widrigkeiten ihren Traum verfolgt.

ARD
McLenBurger – 100% Heimat
Spielfilm • 30.06.2024 • 18:30 Uhr

Hilde (Steffi Kühnert) war einst die jüngste Küchenchefin der DDR. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Nach der Wende wurde das Restaurant geschlossen. Stattdessen arbeitet Hilde in der Burgerkette Quincy's. Genauer gesagt hat sie dort gearbeitet, denn zu Beginn des ARD-Degeto-Films "McLenBurger – 100% Heimat" (Regie: Markus Herling, Buch: Johannes Rotter und Natalie Tielcke, Erstsendung 2022) wird sie vom Filialleiter Tommie (Lasse Myhr), der gleichzeitig ihr Sohn ist, gekündigt.

Zu oft hat die 57-Jährige zwei statt einer Scheibe Bacon auf den Burger gelegt, und zu oft hat sie einem Obdachlosen heimlich kostenlose Mahlzeiten aus dem Laden zugesteckt. Wie soll es nun weitergehen?

Kann der Neustart gelingen?

Hildes Ehemann Ronnie (Martin Brambach) versucht, Hilde aufzumuntern: "Aber du kriegst doch Arbeitslosengeld. Das und mein Trainergehalt, das schaffen wir schon!" Und Tommie bietet Hilde sogar an, die Kündigung zurückzunehmen – wenn Hilde sich entschuldigt und künftig nach seinen Regeln spielt. Doch die 57-Jährige bleibt stur: Ronnie soll sich einen anständigen Job suchen, als Trainer der Fußballmannschaft seiner Enkelin wird er ohnehin kaum bezahlt. Sie selbst hat ebenfalls Pläne: "Ich will's einfach nochmal wissen", sagt sie. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Lore (Anne-Kathrin Gummich) und Angie (Judith Engel) will sie das Sportheim übernehmen und dort hausgemachte Buletten anbieten – keine gewöhnlichen Hamburger, sondern "McLenBurger" mit 100 Prozent Heimat!

Doch der Traum zerplatzt, noch bevor es richtig losgeht: Da Quincy's der Hauptsponsor des Fußballvereins ist, duldet der Vorstand keine Konkurrenz. Mithilfe ihres alten Freundes Helmut (Veit Stübner) findet Hilde zwar eine neue Immobilie, doch die Renovierungsarbeiten werden teuer und das Geld ist knapp ...

Teil zwei folgt

"McLenBurger – 100% Heimat" ist ein Film im Stil der britischen Sozialkomödie. Mit den angesprochenen Problemen – Betriebsschließung und Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland, aber auch berufliche Neuausrichtung im fortgeschrittenen Erwachsenenalter – können sich sicher einige der ARD-Zuschauerinnen und -Zuschauer identifizieren. Hauptdarsteller Martin Brambach, der unter anderem seit 2016 als Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel im "Tatort" Dresden ermittelt, sagt im Interview zum Film: "Wenn ich heute noch mal 18 wäre, würde ich etwas ganz anderes machen. Vielleicht sogar einen naturwissenschaftlichen Beruf ausüben." Ansonsten sei er jedoch "sehr glücklich" mit seinem bisherigen Leben.

Ein gutes Jahr nach der Erstausstrahlung von "McLenBurger – 100% Heimat" fanden von Ende Januar bis Ende Februar 2024 die Dreharbeiten zur Fortsetzung abermals unter Regie von Markus Herling statt: In "McLenBurger – Irgendwann kommt alles raus" (Arbeitstitel) bekommt Hilde Besuch vom Finanzamt, weil sie zu viele Gratisburger an Bedürftige verteilt hat. Als dann auch noch Angie und Lore drohen, das Handtuch zu werfen und eine junge Frau (Kotbong Yang) behauptet, Ronnies uneheliche Tochter zu sein, ist das Chaos perfekt ... Ein Sendetermin ist noch nicht bekannt.

McLenBurger – 100% Heimat – So. 30.06. – ARD: 18.30 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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