Trotz guter Quoten: Umfrage setzt ARD und Florian Silbereisen unter Druck
Das Meinungsforschungsinstituts Civey hat für t-online.de zwischen dem 17. und 19. März 2026 insgesamt 5.000 Menschen befragt: „Wie würden Sie es bewerten, wenn die ARD künftig die Schlagershows von Florian Silbereisen kürzen würde, um ihre Einsparziele zu erreichen?“. Mit klarem Ausgang: 80 Prozent der Befragten fänden die Entwicklung positiv, 12 Prozent waren unentschieden und gerade einmal 8 Prozent wollten von entsprechenden Kürzungen nichts wissen.
Zustimmung durch alle gesellschaftlichen Gruppen hindurch
Interessant ist, dass sich die Zustimmung durch alle gesellschaftlichen Gruppen zieht, bedeutende Unterschiede zwischen einzelnen Bevölkerungssegmenten zeigen sich nicht. Auch mit Blick auf das Alter der Befragten zeigen sich keine großen Unterschiede: Am größten ist die Zustimmung für mögliche Silbereisen-Kürzungen in der Gruppe der 30- bis 49-Jährigen, am geringsten in der Gruppe der über 60-Jährigen. Insgesamt ist das Meinungsbild sehr einheitlich.
Produktionen kosteten in drei Jahren 45 Millionen Euro
Für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) dürfte das Ergebnis mindestens ernüchternd sein: Bis Ende 2028 soll der Sender einen dreistelligen Millionenbetrag einsparen. Dabei zeigt eine Recherche der Nachrichten-Website „Business Insider“, dass allein zwischen 2020 und 2023 mehr als 45 Millionen Euro in die Produktionen rund um Florian Silbereisen gesteckt worden sein sollen.
Die ARD hält jedoch an den „Feste“-Shows fest – und das bis mindestens noch 2028. Denn abseits der verheerenden Ergebnisse aus der Umfrage, erzielen die Silbereisen-Shows jedes Mal Traum-Quoten. So schalteten zuletzt mehr als vier Millionen Zuschauer ein.
Nie wieder sonntags
Auch wenn die „Feste“-Shows vorerst von den Kürzungen verschont bleiben, so steht bereits fest, dass eine andere Sendung aus dem Programm fliegt: Nach 31 Jahren und mehr als 370 Folgen streicht die ARD die Traditions-Show „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross. Die letzte Ausgabe soll im September laufen. Die Entscheidung sei schmerzhaft gewesen und angesichts des großen Erfolgs nicht leichtgefallen, wie SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler sagte.
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