Casting-Überraschung

Menowin Fröhlich: Sein DSDS-Auftritt sorgt bei Zuschauern nicht nur für Begeisterung

21.04.2026, 12.28 Uhr
Tochter nahm am Casting teil – im Recall steht der Vater: Menowin Fröhlichs DSDS-Auftritt 2026 sorgt für massive Kritik und hitzige Debatten im Netz.
Menowin Fröhlich zeigt den Daumen hoch.
Menowin Fröhlich war zu Gast beim Casting von "DSDS". Doch sein Auftritt kam nicht ganz so gut an, wie erwartet.  Fotoquelle: picture alliance / Flashpic | Jens Krick

In Sachen Schlagzeilen produzieren bleibt Menowin Fröhlich (38) sich treu. Was für seine Tochter als Casting-Moment begann, endete in einem der meistdiskutierten DSDS-Auftritte der letzten Jahre. Eigentlich war Menowin als Begleiter seiner 17-jährigen Tochter beim Casting für „Deutschland sucht den Superstar“ anwesend. Wenig später stand er selbst vor der Jury und verließ die Veranstaltung mit einem direkten Recall-Ticket. Für viele Zuschauer war damit die Grenze überschritten.

Tochter Jiepen Joelina Fröhlich wollte vorsingen – dann rückte Papa Menowin in den Mittelpunkt

Jiepen Joelina Fröhlich trat aufgeregt aber zuversichtlich vor die Jury, bestehend aus Dieter Bohlen (72), Bushido (47) und Isi Glück (35). Leider konnte ihre Darbietung des Songs „Er gehört zu mir“ von Marianne Rosenberg (71) die Juroren nicht überzeugen. Sie kassierte drei Absagen und akzeptierte diese traurig aber gefasst. Anstatt Recall folgte also Bohlens Frage nach ihrem Vater, der daraufhin den Raum betrat. Nur eine kleine Aufforderung später gab er Stevie Wonders (75) „I Just Called To Say I Love You“ zum Besten - man muss neidlos anerkennen: „Singen kann er.“

Bohlen fragte Menowin offen und unverblümt, ob er nicht noch einmal offiziell antreten wolle und fügte hinzu: „Von mir hättest du ein Ja.“ Bushido und Isi Glück schlossen sich Dieter an. Nachdem Menowin erfreut und überrascht antwortete: „Ja, ich würde es machen“, überreichte ihm Dieter direkt das Ticket für den Recall. Er kam demnach ohne regulären Casting-Prozess direkt weiter und übersprang sogar komplett den „Golden Room“. Menowin Fröhlich ist somit ab sofort im Recall der 22. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ auf RTL. Der Ablauf sorgte nach der Ausstrahlung online für massive Kritik.

Vorwurf der Zuschauer: „DSDS braucht wohl dringend Publicity“

Auf X und Instagram sammelten sich Kommentare, die den Auftritt eine „kalkulierte Inszenierung“ nannten. Einige der Vorwürfe lauteten:

Menowin habe seine Chance bereits gehabt.
Sein Auftritt sei unfair gegenüber unbekannten Kandidaten.
Die Sendung habe bewusst einen „Aufreger“ produziert.
Seine Tochter sei dabei zur Nebensache geworden.

Mehrfach fiel der Begriff „Fake-Show“.

Warum Menowin Fröhlichs DSDS-Vergangenheit die Situation verschärft

Menowin ist kein Unbekannter und gilt als einer der prägendsten Kandidaten der DSDS-Geschichte. 2005 trat er erstmals bei DSDS an und begeisterte die Jury sofort mit seiner einfühlsamen Stimme. Als er sich unter den 20 besten Teilnehmern befand, zerplatzte sein Traum von der Gesangskarriere, da er aus der Sendung flog. Der Grund: Gegen ihn liefen Verfahren wegen des Vorwurfs der schweren Körperverletzung sowie Betruges. Die darauffolgenden zwei Jahre verbrachte Menowin im Gefängnis.

2010 kehrte er zu DSDS in die 7. Staffel zurück, begeisterte sowohl Jury als auch Publikum erneut und gewann alle Mottoshows. Im Finale musste er sich allerdings gegen Mehrzad Marashi (45) geschlagen geben. Für die Niederlage des bis dahin als absoluter Fan-Favorit geltenden Teilnehmers machten damals viele eine Kampagne der „Bild“-Zeitung verantwortlich.

Trotz der Veröffentlichung einiger Songs blieb der große Erfolg jedoch aus und Menowin stand bereits 2011 wegen Körperverletzung erneut vor Gericht. Er wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. 2015 erschien Menowin zur dritten Staffel „Promi Big Brother“ zurück auf dem Bildschirm, wo er den zweiten Platz belegte. In den darauffolgenden Jahren nahm er bei einigen Reality-TV-Formaten teil. Seit 2019 verheiratet, ist Menowin mittlerweile Vater von drei Kindern, die 2014, 2018 und 2021 zur Welt kamen. Schlagzeilen machte er damals hauptsächlich wegen seines Drogen- und Alkoholkonsums, Fahrens ohne Führerschein, Verstoß gegen seine Bewährungsauflagen und dem erneuten Absitzen einiger Monate im Gefängnis. Zuletzt konnten Zuschauer das Ende seiner Ehe und den Kampf gegen sein starkes Übergewicht mitverfolgen. Bei einer Körpergröße von 1,73 Metern brachte er 160 Kilogramm auf die Waage. Erst eine Magen-OP half ihm dabei, erfolgreich 80 Kilogramm abzuspecken.

Sein Name weckt Nostalgie, aber auch besagte, alte Schlagzeilen. Dementsprechend wirkte sein erneuter Auftritt für viele Zuschauer nicht wie ein Casting, sondern wie ein Comeback-Moment.

„Er hat seiner Tochter die Show gestohlen“ – Mitgefühl für Jiepen Joelina

Besonders emotional fielen Reaktionen aus, die sich auf Jiepen Joelina bezogen. Kommentare wie „Die Kleine tat mir leid“ oder „Er hat sie geopfert“ tauchten häufig auf. Jurorin Isi Glück sagte selbst: „Die tut mir gerade richtig leid.“ Während Menowins Ständchen wich die anfängliche Aufregung seiner Tochter zusehends einer aufkommenden Enttäuschung. Sie wirkte fast wie das unbeachtete „Mitbringsel“ ihres Vaters. Online verstärkte sich der Eindruck, dass hier weniger ein Nachwuchstalent im Mittelpunkt stand, sondern ein altbekannter TV-Name.

Dieter Bohlen nannte ihn den „absoluten Aufreger“

Bohlen kommentierte den Moment offen als Highlight der Staffel. Für ihn war Menowins Rückkehr TV-Gold. „Dir tut das Mädchen leid?“, fragte er Isi überrascht und fuhr fort: „Aber dafür haben wir jetzt den absoluten Aufreger: Menowin is back!“ Sein Glaube an Menowin scheint zwischenzeitlich nicht verloren gegangen zu sein. Viele Zuschauer sahen darin vielmehr einen Beleg dafür, dass hier Show über Fairness gestellt wurde. Menowins Auftritt wurde dank des Spannungsfeldes größer als ein gewöhnlicher Casting-Moment.

Mangelnde Fairness? 16 Jahre Bühnenerfahrung gegen Newcomer

Ein weiterer genannter Kritikpunkt war, dass Menowin seit über 16 Jahren in der Öffentlichkeit steht und über Studio-, Bühnen- und TV-Erfahrung verfüge. Andere Kandidaten traten ohne diese Historie an. Dass er nicht einmal den regulären Weg durchlaufen musste, verstärkte das Gefühl einer Bevorzugung.

Inszenierung oder Zufall? Zuschauer glauben an Planung

Viele Kommentare unterstellten, der Auftritt sei „von Anfang an geplant“ gewesen. Beweise dafür gibt es nicht. Doch die Dramaturgie – Tochter scheitert, Vater tritt auf, Vater bekommt Ticket – wirkte auf viele zu perfekt, um zufällig zu sein. Eine Wahrnehmung, die die Online-Debatte antreibt.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch der Fakt, dass viele seiner treuen Fans sich über das Comeback freuen. Sie sind der Meinung, dass Menowin nun endlich den Sieg, den er damals nur knapp verpasste, nachholen sollte.

Menowin: „Ich war damals zu jung“

Menowin selbst erklärte, er sehe seine Rückkehr als neuen Lebensabschnitt. Mit 38 sei er ein anderer Mensch als mit 22. Doch diese persönliche Einordnung ging in der öffentlichen Diskussion weitgehend unter. Nicht seine Motivation stand im Mittelpunkt, sondern die Wirkung des Moments.

Mehr als ein Casting: Eine Debatte über Nostalgie, Quote und Glaubwürdigkeit

Dieser Auftritt bestätigte einmal mehr die Richtigkeit eines bekannten TV-Musters: Ein alter Show-Name erzeugt sofort Aufmerksamkeit - Reichweite trifft Erinnerung. Menowins Durchmarsch verursacht bei vielen Zuschauern Skepsis, was nachvollziehbar ist, da DSDS ja eigentlich unbekannte Nachwuchstalente fördert.

Menowins Rückkehr wurde damit zum Symbol für die Frage: Geht es noch um Talent – oder nur noch um Quote? Unabhängig davon, wie Menowin im Recall abschneidet, hat sein Auftritt die diesjährige Staffel früh dominiert. Kaum ein Casting-Moment der letzten Jahre löste so viele Reaktionen aus. Dies ist schon jetzt einer der prägendsten DSDS-Augenblicke des Jahres 2026.

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