Catherine Breillat

Catherine Breillat
Geboren: 13.08.1948 in Deux-Sèvres, Frankreich
Sternzeichen: Löwe

Sie ist ein gefeierte Filmemacherin, Schriftstellerin und Drehbuchautorin: Catherine Breillat. Im Alter von 17 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman "L'Homme facile", der ihr ein beeindruckendes Entree in die französische Literaturszene bescherte. Catherine Breillat hat bis heute zahlreiche Bücher veröffentlicht. Ihre filmischen Arbeiten zeichnen sich durch einen sehr persönlichen Stil aus, der erdig und kräftig ist und in deren Mittelpunkt zumeist eine Ich-Erzählerin steht. Im Katalog des Internationalen Film Festivals von Rotterdam, das ihr eine Werkschau widmete, wurde sie als "eminent moderne Frau, temperamentvoll und offen" beschrieben, die ihr eigenes Leben oder das von Freunden Bekannten als Inspirationsquelle für ihre Drehbücher benutzt.

Catherine Breillat beschreibt den Akt des Schreibens als "die Finger sprechen lassen". Ihre Hauptthemen sind Leidenschaft und erotische Begierden. Menschliche Körper bannt sie auf sehr direkte physische Weise auf die Leinwand und entlarvt damit die Schönheit, aber auch die Gewaltsamkeit des sexuellen Akts. Ihr Regiedebüt gab Breillat 1976 mit "Ein Mädchen", ein Adaption ihres eigenen Buches "Le Sourpirail" (1974). Der Low-Budget-Film beschäftigt sich ohne Affektiertheit mit der Darstellung von Sexulaität auf der Leinwand. Ein sinnlicher, hitziger und äußerst persönlicher Blick eines von Pubertätsproblemen gebeutelten Teenagermädchens.

1979 inszenierte Breillat "Tapage Nocturne", wiederum nach ihrem eigenen Roman. Der sehr direkte Film von mondsüchtiger Schönheit folgt hautnah und in skalpellscharfen Szenen einem Reigen fleischlicher Begegnungen. Die Story dreht sich um die destruktive Leidenschaft einer jungen Frau, um ihre Liebe und Begierde. Dominique Laffin, in einer ihrer eindrücklichsten Rollen, spielte Solange, eine Frau zwischen Angst und Lust. Dass der ab 18 Jahren freigegebene Film an der Kinokasse floppte, bedeutete für Breillat eine achtjährige Pause als Regisseurin.

Mit der für sie typischen Willenskraft und unermüdlichen Energie konzentrierte sie sich 1987 auf die Realisierung ihres Projektes "Lolita 90". Sie willigte ein, ihre Geschichte erst in einem Roman zu verarbeiten, um die Bedenken ihrer Finanziers angesichts des Themas zu zerstreuen. Schließlich geht es um eine 14-Jährige, die besessen davon ist, ihre Jungfräulichkeit zu verlieren und einen in den Hardcorebereich grenzenden Kreuzzug beginnt, um den richtigen Mann zu finden. Die beiden Hauptdarsteller übertrafen dann jedoch alle Erwartungen: Delphine Zentout als dickköpfige, verwirrte Lili und Etienne Chicot als leicht lächerlicher, physisch beeindruckender Macho lieferten brillante Leistungen in diesem Film ab.

1991 kam "Dirty Like An Angel" in die Kinos. Mit großer Wucht tauchte Breillat in die dunkle, schmutzige Welt des Thrillers ein und verwandelte den Film in einen grausamen, scharfsinningen Lackmustest für das Subjekt fleischlicher Begierde und die spezifische Brutalität dieses Begehrens. Die Schauspielerin Lio fasziniert als Barbara, ein langweilige, kalte Puritanerin, die sich in das Lustobjekt eines desillusionierten, harten Cops alias Claude Brasseur verwandelt. Mit der Romanze "Ein perfekte Liebe" (1996) bürstete Catherine Breillat Kinoklischees wieder einmal gegen den Strich. Denn das spröde Werk beschäftigt sich gleichermaßen mit der Zeit, in der eine Liebe entsteht und gelebt wird, wie mit der Zeit ihres Abflauens. Im Zentrum steht die Beziehung zwischen Frederique und Chris. Catherine Breillat filmt ihre Liebe und deren Sterben, zeigt, wie gegensätzliche Sehnsüchte, wie die Natur ihrer Andersartigkeit die vermeintlich Liebenden in ein ebenso folgerichtiges wie tragisches Ende treibt. Ganz so, als müsse man für den Wunsch nach einer Liebe, die stärker als Sex ist, bezahlen. Frederique-Darstellerin Isabel Renauld ist sinnlich und selbstbewusst, eine Dominatrix zu Francis Renauds Chris, einem unreifen Spieler und Angeber.

Schon seit einigen Jahren träumte Breillat, die eine große Bewunderin von Nagisa Oshimas "Im Reich der Sinne" ist, davon, einen Film zu drehen, der schrankenlos offen mit der körperlichen Seite der Liebe umgeht. Diesen Wunsch setzte sie mit "Romance" (1998), einem "oeuvre au blanc", um - mit Caroline Ducey-Trousselard als schwarzweißem Engel Marie. Diese begibt sich mit Körper und Seele auf die Suche nach körperlicher und romantischer Liebe. Mit diesem kompromisslosen, radikalen Film bestätigte Catherine Breillat ihren Ruf als außergewöhnliche, aber auch umstrittene Filmemacherin. Was sie 2001 mit "Meine Schwester" erneut unter Beweis stellte. Seit "Ein Mädchen" hat sich Breillat auf sehr direkte filmische Weise, mit Sex und körperlichen Begierden auseinandergesetzt. Ihre Filme verstehen sich nicht als gesellschaftliche Bestandsaufnahmen und sind Lichtjahre entfernt von modischen Romanzen. Ihr geht es um die fundamentalen Fragen der menschlichen Sexualität. Ihre Arbeit ist antiästhetisch: Die Qualität ihrer Filme entwickelte sich über das Körnige, das an Warhols "Lonesome Cowboys" oder den frühen Fassbinder erinnert, zu einer kalten und von starken Kontrasten geprägten Visualität, die vergleichbar ist mit David Cronenbergs "Crash" oder David Lynchs "Lost Highway". Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Auseinandersetzung mit der Liebe, den sexuellen Sehnsüchten und der Hartnäckigkeit des weiblichen Charakters, absolute Liebe bis zum bitteren Ende zu fordern. Dabei gelingt es ihr, menschliche Gefühle in ihrer widersprüchlichen Totalität filmisch auszudrücken.

Als Multitalent, das etwa auch als Schnittassistentin 1982 bei Marco Bellochios "Gli Occhi, la bocca" tätig war, hat Catherine Breillat aber auch als Schauspielerin gearbeitet. 1972 übernahm sie die Rolle der Mouchette an der Seite von Marlon Brando und Maria Schneider in Bernardo Bertoluccis "Der letzte Tango in Paris". Außerdem spielte sie die Ehefrau des Blutsaugerseniors alias Christopher Lee in "Die Herren Dracula" (1977) von Eduardo Molinaro.

Darüber hinaus schrieb Catherine Breillat unter anderem die Drehbücher für Federico Fellinis "Schiff der Träume" (1984), Michel Boisronds "Catherine & Co." (1975), Maurice Pialats "Der Bulle von Paris" (1985, mit Gérard Depardieu und Sophie Marceau) sowie Ronald Chammahs "Der schwarze Milan" (1982, mit Isabelle Huppert) und Philippe Gallands "Aus Liebe zum Geld" (1992). Weitere Filme von Catherine Breillat: "Sex is Comedy" (2002), "Die letzte Mätresse" (2007), "Blaubarts jüngste Frau" (2009).


Alle Filme mit Catherine Breillat
TV-Programm
ARD
ARD-Buffet
Report | 12:15 - 13:00 Uhr
ZDF
ZDF SPORTextra
Sport | 12:00 - 16:00 Uhr
RTL
Punkt 12 - Das RTL-Mittagsjournal
Report | 12:00 - 14:00 Uhr
VOX
Shopping Queen
Serie | 11:55 - 13:00 Uhr
ProSieben
2 Broke Girls
Serie | 12:00 - 12:25 Uhr
SAT.1
Anwälte im Einsatz
Report | 12:00 - 13:00 Uhr
KabelEins
Numb3rs - Die Logik des Verbrechens
Serie | 12:05 - 13:00 Uhr
RTL II
Traumfrau gesucht
Serie | 11:55 - 12:55 Uhr
RTLplus
Das Jugendgericht
Serie | 11:55 - 12:50 Uhr
arte
Re:
Report | 12:15 - 12:50 Uhr
WDR
Seehund, Puma & Co.
Natur+Reisen | 11:55 - 12:45 Uhr
3sat
STÖCKL.
Talk | 11:30 - 12:30 Uhr
NDR
Brisant
Report | 12:00 - 12:25 Uhr
MDR
In aller Freundschaft
Serie | 11:45 - 12:30 Uhr
HR
Brisant
Report | 12:10 - 12:50 Uhr
SWR
Gefragt - Gejagt
Unterhaltung | 12:15 - 13:00 Uhr
BR
Wunderschön!
Natur+Reisen | 12:10 - 13:40 Uhr
Sport1
Teleshopping
Report | 12:00 - 12:30 Uhr
Eurosport
Ski Alpin
Sport | 11:45 - 13:30 Uhr
DMAX
House Hunters - Die Immobilien-Jäger
Report | 12:15 - 12:45 Uhr
ARD
TV-TippsDer Nesthocker
TV-Film | 20:15 - 21:45 Uhr
ZDF
Der Kriminalist
Serie | 20:15 - 21:15 Uhr
VOX
Law & Order: Special Victims Unit
Serie | 20:15 - 21:15 Uhr
ProSieben
TV-TippsDie ProSieben Wintergames
Unterhaltung | 20:15 - 22:30 Uhr
SAT.1
111 Knallerpärchen!
Unterhaltung | 20:15 - 22:25 Uhr
KabelEins
Navy CIS: L.A.
Serie | 20:15 - 21:15 Uhr
RTL II
Zurück in die Zukunft
Spielfilm | 20:15 - 22:35 Uhr
RTLplus
Ritas Welt
Serie | 20:15 - 20:35 Uhr
arte
TV-TippsKleine Ziege, sturer Bock
Spielfilm | 20:15 - 21:45 Uhr
WDR
Der beste Chor im Westen
Unterhaltung | 20:15 - 21:45 Uhr
3sat
Das System Amazon
Report | 20:15 - 21:00 Uhr
NDR
Hand in Hand für Norddeutschland
Unterhaltung | 20:15 - 21:45 Uhr
MDR
Wiedersehen macht Freude zur Weihnachtszeit
Unterhaltung | 20:15 - 21:45 Uhr
HR
Romantische Advents-Reiseziele
Natur+Reisen | 20:15 - 21:00 Uhr
SWR
Expedition in die Heimat
Natur+Reisen | 20:15 - 21:00 Uhr
BR
Rundschau Magazin
Nachrichten | 22:30 - 22:45 Uhr
Sport1
Sky Sport News HD: Die 2. Bundesliga
Sport | 22:30 - 23:30 Uhr
Eurosport
Fußball Freitag International
Sport | 20:15 - 22:15 Uhr
ARD
TV-TippsDer Nesthocker
TV-Film | 20:15 - 21:45 Uhr
ProSieben
TV-TippsDie ProSieben Wintergames
Unterhaltung | 20:15 - 22:30 Uhr
arte
TV-TippsKleine Ziege, sturer Bock
Spielfilm | 20:15 - 21:45 Uhr
BR
TV-TippsSternstunden-Gala 2018
Unterhaltung | 19:25 - 22:30 Uhr