Yolande Moreau

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Yolande Moreau in "Micmacs - Uns gehört Paris!"
Yolande Moreau
Geboren: 27.02.1953 in Brüssel, Belgien

Yolande Moreau wuchs in ihrer Geburtsstadt Brüssel auf und war ursprünglich als Erzieherin und für das städtische Kindertheater tätig. Erst später entschloss sie sich für eine Karriere als Komödiantin und begann an der Ecole Jacques Lecoq zu studieren, wo sie unter anderem von dem berühmten Clown und Theaterlehrer Philippe Gaulier unterrichtet wurde. In ihrer Freizeit schrieb Yolande an ihrem eigenen One-Woman-Stück "A Dirty Business of Sex and Crime", das sie 1982 mit großem Erfolg veröffentlichte. Als Iréne, die ihren Geliebten tötet und sich über die Banalität des Lebens beklagt, tourte sie durch Frankreich, die Schweiz und Québec. Während ihrer Tournee lernte Yolande 1984 die belgische Regisseurin Agnès Varda kennen, die ihr prompt eine Rolle in ihrem Kurzfilm "7p., cuis, s. de b, … à saisir" anbot.

Ein Jahr später übernahm sie erneut unter der Regie Vardas eine kleine Nebenrolle in dem Drama "Vogelfrei", in der die viel gefeierte Sandrine Bonnaire in der Hauptrolle überzeugte. 1989 schloss sich Yolande der Theatergruppe von Jérôme Deschamps und Mascha Makeieff an, einer erfolgreichen Gruppe von Deadpan-Komikern, die während ihrer Show nicht lächeln. Schon bald mauserte sie sich zum Star der Truppe, die auf Canal Plus einen eigenen Sendeplatz aufweisen konnte. In den Jahren danach folgten vor allem kleine Nebenrollen, darunter in Claude Berris "Germinal" (1993), Jean-Paul Rappeneaus "Der Husar auf dem Dach", Étienne Chatiliez' "Das Glück liegt in der Wiese" (beide 1995) und Coline Serreaus "Besuch vom anderen Stern" (1996). Meist verkörperte Yolande verrückte und lustige Randfiguren, so auch in "Un air si pur..." (1997) und "Le voyage á Paris" (1999).

Erst 2001 ergatterte Yolande unter der Regie von Jean-Pierre Jeunet eine größere Rolle in der großartigen Tragikomödie "Die fabelhafte Welt der Amélie", die fünfmal für den Oscar nominiert und mit dem César als Bester Film ausgezeichnet wurde. Yolande verkörperte dabei Madame Wallace, die sich mithilfe von Amélie (hinreißend: Audrey Tautou) mit ihrem untreuen verstorbenen Ehemann versöhnt. Mit dieser Rolle wurde sie schließlich einem breiten Publikum bekannt.

Nach diesem Erfolg bekam Yolande größere Rollenangebote und spielte unter anderem als Kriminalkommissarin neben Philippe Noiret in "Un honnête commercant" und die weibliche Hauptrolle der Louise in der TV-Miniserie "Le Champ dolent, le roman de la terre" (beide 2002). Zwei Jahre später traf sie auf den Regisseur und Drehbuchautor Gilles Porte, der sie Jahre zuvor in ihrem Stück als Irène gesehen hatte. Damals war er so begeistert von ihr gewesen, dass er beschloss, ein Drehbuch für einen Film zu schreiben, in dem Yolande die Hauptfigur verkörpern sollte. Gemeinsam entwarfen sie ein Filmskript für den Film "Wenn die Flut kommt", in der es um Irène (Moreau) geht, die mit ihrem Comedy-Programm durch Frankreich tourt und dabei die große Liebe findet. Für ihr Regiedebüt erhielten sie den César als bester Regie-Erstling und Yolande selbst wurde mit dem César als beste Darstellerin ausgezeichnet. Die Komödie bedeutete für die belgische Schauspielerin den endgültigen Durchbruch.

Nach diesem großen Erfolg stand Yolanda 2005 für Constantin Costa-Gavras' "Die Axt" mit José Garcia vor der Kamera. Allein 2006 folgten die TV-Miniserie "Le cri", Albert Dupontels "Enfermés dehors", der Episodenfilm "Paris, je t'aime", die Komödie "Au crépuscule des temps" und das Drama "Je m'appelle Elisabeth". Ein weiterer Meilenstein in ihrer Karriere war ihre Darbietung der "Séraphine" (2008) neben Ulrich Tukur. Das Drama wurde vielfach ausgezeichnet und Yolande wurde mehrfach als beste Hauptdarstellerin geehrt.

Außerdem agierte sie in "Louise Hires a Contract Killer" (2008), wieder unter der Regie von Jeunet in "Micmacs - Uns gehört Paris!" (2009) und "Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte". In "Die Meute" übernahm Yolande 2010 erstmals die Hauptrolle in einem Horrorfilm. 2012 spielte sie in "Der Tag wird kommen" an der Seite von Benoît Poelvoorde eine Nebenrolle. Dagegen verkörperte sie in "Camille - verliebt nochmal!" (2012) die Mutter der Titelfigur. 2013 führte sie in dem Drama "Henri" erneut Regie.

Weitere Filme mit Yolande Moreau: "Le jour de congé" (Kurzfilm, 1989), "Navarro" (TV-Serie, 1991), "Les amies de ma femme" (1992), "La cavale des fous", "Les fils du requin", "La lettre inachevée" (alle 1993), "Les Deschiens" (TV-Serie, 1994), "Margiret - Les vacances de Magiret" (TV-Serie), "L'avocate - Délit de fuite" (TV-Serie), "Alles kein Problem!", "Baloche" (alle 1995), "Le cheval de coeur" (1996), "Tout doit disparaître" (1997), "Vollmond", "Que lumière soit", "Le choix d'une mère" (alle 1998), "Premier Noël" (Kurzfilm), "Merci mon chien", "L'ami du jardin" (alle 1999), "Meine verlorene Tochter", "Ein Teil des Himmels" (beide 2000), "Joséphine" (Kurzfilm), "Bienvenue chez les Rozes", "Zu schön zum Sterben", "Grand ciel" (Kurzfilm, alle 2003), "La vie est si courte", "Folle embellie" (beide 2004), "Ze film", "Bunker paradise" (beide 2005), "Einmal Polizist, immer Polizist" (2006), "Die letzte Mätresse (2007), "Mia et le Migou", "Villa Marguerite", "Musée haut, musée bas" (alle 2008), "Der gestiefelte Kater - Die wahre Geschichte" (Stimme), "Incognito" (beide 2009), "Ya basta!" (Kurzfilm), "Mammuth", "Le grand restaurant" (alle 2010), "Où va la nuit" (2011), "Cendrillon au Far West" (Stimme), "In ihrem Haus", "Dessine-moi un bouton" (Kurzfilm, alle 2012).

Foto: StudioCanal

Text: Maren Selbst


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