Benoît Poelvoorde

Benoît Poelvoorde in "Nichts zu verzollen". Vergrößern
Benoît Poelvoorde in "Nichts zu verzollen".
Fotoquelle: Prokino (Fox)
Benoît Poelvoorde
Geboren: 22.09.1964 in Namur, Belgien

Der Belgier entdeckte im Alter von 17 Jahren seine künstlerische Ader und begeisterte sich sowohl für das Theatergeschäft als auch für Fotografie und Zeichnen. Bereits während seines Kunststudiums an der Ecole de Recherche Graphique des Institut Saint-Luc in Brüssel arbeitete Poelvoorde als Comiczeichner. Mit dem Low Budgetfilm "Mann beißt Hund" gelang Poelvoorde 1992 der Durchbruch. Hier übernahm er nicht nur die Hauptrolle, sondern war wie zuvor bei dem Kurzfilm "Pas de C4 pour Daniel Daniel" (1987) mit den zwei befreundeten Kommilitonen Rémy Belveaux und André Bonzel auch für Regie und Drehbuch verantwortlich. In der Satire wird der Serienkiller Ben während der Ausführung seiner Morde von einem Kamerateam begleitet, das seine Taten für die Nachwelt festhält. Der schwarze Humor schlug beim Publikum dermaßen an, dass der Film nicht nur in Belgien und Frankreich schon nach kurzer Zeit zum Kultfilm avancierte. Seitdem arbeitet Poelvoorde in allen Bereichen des Filmgeschäfts und ist als Schauspieler und Filmproduzent ebenso erfolgreich wie als Regisseur und Drehbuchautor.

Zwischen 1996 und 1999 trat Poelvoorde vor allem in TV-Serien und Kurzfilmen auf und spielte in der Komödie "Liebe, Rache usw." (1997) neben der italienischen Schönheit Ornella Muti. Danach folgten verschiedene Engagements wie als trotteliger Gefängniswärter Francis Reggio in der Actionkomödie "Ball & Chain - Zwei Nieten und sechs Richtige" (2001), oder in einer Nebenrolle als Motocross-Anhänger in der Kömodie "Aaltra" (2004), die geradezu von Sarkasmus und Zynik sprüht. Im gleichen Jahr war Poelvoorde in der Komödie "Narco - Die wunderbare Welt des Gustave Klopp" an der Seite von Guillaume Canet zu sehen, in der Schauspielkollege Gilles Lellouche Drehbuch und Regie übernahm. In der Comic-Verfilmung "Asterix bei den Olympischen Spielen" (2007) schlüpfte Poelvoorde in die Rolle des Brutus, der als Kontrahent des Galliers Romantix um die Gunst der griechischen Prinzessin Irina buhlt. Zwei Jahre später stand Poelvoorde gemeinsam mit Audrey Tautou für das Drama "Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft" vor der Kamera, in dem er Coco Chanels Liebhaber Etienne Balsan verkörperte, der die junge Modeschöpferin in die französische Gesellschaft einführt. 2011 spielte Poelvoorde den französisch-belgischen Grenzbeamten Ruben Vandevoorde in Dany Boons Komödie "Nichts zu verzollen", der seine Position durch das Schengener Abkommen gefährdet sieht.

Weitere Filme mit Benoît Poelvoorde: "Comme une vache sans clarine" (Kurzfilm), "Jamais au grand jamais" (Serie), "Singles unterwegs" (alle 1996), "Tout Mr. Manatane" (Serie), "La signaleur" (Kurzfilm, beide 1997), "Les Baltus au cirque" (Kurzfilm 1998), "Rekordjäger" (1999), "Panik in der Pampa" (Serie), "Les portes de la gloire" (beide 2000), "Le vélo de Ghislain Lambert" (2001), "Gouille et Gar" (Kurzfilm 2002), "Le pied" (Kurzfilm), "Rire et châtement", "Atomik Circus, le retour de James Bataille" (alle 2003), "Podium" (2004), "Akoibon", "Entre ses mains", "Selon Charlie" (alle 2005), "Du jour au lendemain", "Jean-Philippe" (beide 2006), "Cowboy", "Les deux mondes" (beide 2007), "Les randonneurs à Saint-Tropez", "Louise Hires a Contract Killer", "La guerre de miss" (alle 2008), "Panique au village", "Bancs publics (Versailles rive droite)" (beide 2009), "L'autre Dumas", "Mammuth", "En chantier, monsieur Tanner!", "Kill Me Please", "Die anonymen Romantiker" (alle 2010), "Der Tag wird kommen" (2012).


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