Taub und von Narben bedeckt erwacht Laura aus dem Koma. An ihren Autounfall erinnert sie sich nur bruchstückhaft. Zum Glück kümmert sich ihr Freund Marco, mit dem sie einen Sohn bekommt, um sie. Sechs Jahre später ist die Idylle von einst zerstört. Je mehr Laura über Marco herausfindet, desto eindringlicher stellt sich ihr die Frage: Was geschah wirklich damals in der Nacht ihres Unfalls?

Der atmosphärisch dichte wie spannende Psychothriller ist das Regiedebüt von François Hanss, in dem er besonders auf die Schauspielkunst seines Hauptdarstellerpaares Emmanuelle Seigner und Philippe Torreton setzt. Besonders Torreon überzeugt hier als treusorgender Freund und Vater, der sich plötzlich zum Psychopathen entwickelt. Der 1965 in Rouen geborene Darsteller kam eher zufällig zum Film: Als er sich 1987 für den Polizeidienst bewarb, überbrückte er die Wartezeit des Auswahlverfahrens mit einer Bewerbung am Konservatorium für darstellende Künste in Paris. Er wurde aufgenommen und war danach für acht Jahre Mitglied der Comédie Française. Nach Auftritten in Tavernier-Filmen wie "Auf offener Straße" und "Der Lockvogel feierte er seinen Durchbruch mit der Hauptrolle in dessen Kriegsdrama "Hauptmann Conan und die Wölfe des Krieges", wofür er den César als bester Schauspieler erhielt.

Foto: ZDF/France 3 Cinema/Carrere Groupè/Cinemane Films