Distanziert-selbstbewusst und oft ein wenig vulgär: Fanny Ardant
Fotoquelle: cinemafestival/shutterstock.com

Fanny Ardant

Lesermeinung
Geboren
22.03.1949 in Saumur, Frankreich
Alter
71 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Am Théatre de la Porte Saint-Martin müht sie sich im Dezember 1996 mit der Rolle der Callas ab. Terence McNallys Stück "Master Class" war - so schlecht es ist - am Broadway ein Renner. Roman Polanski versucht, mit der Ardant eine französische Fassung zu schaffen. Regisseur und Schauspielerin mühen sich verzweifelt, aus dem Ganzen etwas Sinnvolles zu machen. Es gelingt indes nicht. Fanny Ardant schrill, vulgär rennt quer über die Bühne, klettert auf Stühle, zieht alle Register. Doch das Stück wird nicht besser. Die Ardant indes ist gewaltig. Sie versucht, den Erfolg von Patrice Lecontes "Ridicule" (1996) zu wiederholen. Da spielt sie ganz exzessiv Madame de Blayac, eine zwielichtige Person am Hofe des Königs Louis XVI. 1780. 1995 ist sie auch die Discowirtin Eve in Gabriel Aghions "Auch Männer mögen's heiß". Fanny Ardant - sagen viele Franzosen - war seinerzeit die Nummer Eins auf Bühne und Leinwand. Das ist sicher nicht falsch.

Die Tochter eines Kavallerieoffiziers macht erste Bühnenerfahrungen auf der Klosterschule. Sie studiert in Aix-en-Provence Politologie, doch bald geht sie auch zur Schauspielschule. Ein Stück von Corneille macht sie bekannt und beliebt, Bühnenengagements in Paris, Rom und Palermo folgen. Als François Truffaut die Schauspielerin in dem Fernsehspiel "Les dames de la cote" sieht, ist er von ihr hingerissen. Nicht nur von der Schauspielerin, sie werden ein Paar - für die kurze Zeit, die Truffaut noch bleibt. Sie spielt "Die Frau nebenan" (1981) als Partnerin von Gérard Depardieu und wird von Publikum und Presse gefeiert.

Auch in ihrem zweiten und letzten Truffaut-Film "Auf Liebe und Tod" (1982) ist sie an der Seite von Jean-Louis Trintignant die Sekretärin mit detektivischem Gespür. Fanny Ardant spielt im französischen und italienischen Film die distanziert-selbstbewusste Frau, deren Schönheit und erotischer Reiz Männer und Frauen gleichermaßen verwirrt. Ähnlich vielleicht wie Charlotte Rampling, die den Typ noch stärker ins Vulgäre zieht. Man sieht sie in Volker Schlöndorffs Marcel-Proust-Verfilmung "Eine Liebe von Swann" (1983) als die verführerische Duchesse de Guermantes, die femme fatal in Michel Devilles "La Paltoquet" ("Der Tölpel") mit Michel Piccoli in der Titelrolle und die leidenschaftliche Frau in Ettore Scolas "Die Familie" (1987), in Agnès Vardas "Hundert und eine Nacht" (1994) gehört sie zum Starensemble und darüber hinaus spielt sie in Filmen von Alain Resnais: "Das Leben ist ein Roman" (1983) und "Mélo" (1986).

Weitere Filme mit Fanny Ardant: "Ehrbare Ganoven" (1985), "Fürchten und Lieben" (1988), "Amok" (1993), "Jenseits der Wolken" (beide 1994), "Die Auferstehung des Colonel Chabert", "Sabrina" (beide 1995), "Elizabeth" (1998), "Balzac - Ein Leben voller Leidenschaft", "Debandade", "Liebeslust und Freiheit" (alle 1999), "8 Frauen" (2002), "Nathalie" (2003), "Paris, je t'aime" (2006), "Roman de gare", "Ha-Sodot", "L' ora di punta" (alle 2007), "Il Divo", "Tel Aviv Rendezvous" (beide 2008), "Spieglein an der Wand" (2012), "Die schönen Tage" (2013).

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