Haing S. Ngor

Lesermeinung
Geboren
22.03.1940 in Samrong Young, Kambodscha
Gestorben
25.02.1996 in Los Angeles, Kalifornien, USA
Sternzeichen
Biografie
Direkt seine erste Rolle als Dith Pran in Roland Joffés erschütternden Kriegsfilm "Killing Fields - Schreiendes Land" (1983) machte ihn bekannt: Haing S. Ngor. Und tatsächlich wies das Leben des Schauspiel-Laien aus der Gemeinde der kambodschanischen Flüchtlinge in Kalifornien deutliche Parallelen zum Film auf.

Als Arzt und Buddhist wurde er von den Roten Khmer, vor denen er seine Bildung und seinen Beruf geheimhalten mußte, jahrelang gefangengehalten und gefoltert, bevor er nach Thailand fliehen konnte und 1980 in die USA kam. Für sein eindrucksvolles Schauspiel-Debüt in "The Killing Fields - Schreiendes Land" wurde er mit dem Oscar und dem Golden Globe ausgezeichnet, beide Auszeichnungen widmete er seinen in Kambodscha ermordeten Familienmitgliedern. Danach war Haing S. Ngor in einer ganzen Reihe von Abenteuer- und Action-Filmen, aber auch regelmäßig in Vietnam-Dramen zu sehen.

So etwa als Major Bui in "Gefangene des Krieges" (1987) von Paul Aaron, in dem ein US-Pilot in vietnamesische Kriegsgefangenschaft gerät und dessen Tochter verzweifelt um seine Freilassung kämpft. In "Iron Triangle - Das Gesetz des Todes" (1989) stellte Ngor einen Vietkong-Captain dar, 1990 wirkte er in "Du sollst nicht töten" mit, der Geschichte von Vietnam-Veteranen, die in Texas nach ihren eigenen Gesetzen leben.

Im gleichen Jahr spielte er in dem Kriegsfilm "Flug in die Freiheit" einen Vietnamesen, der am 22. April 1975 unbedingt das letzte Flugzeug in die USA besteigen will. Und in Oliver Stones drittem Vietnam-Film "Zwischen Himmel und Hölle" (1993) war er der Vater einer jungen Vietnamesin, die in die USA entkommt. Dagegen war "My Life - Mein Leben für Dich" (1993) von Bruce Joel Rubin ein Drama um einen krebskranken Werbefachmann (Michael Keaton) und dessen Frau (Nicole Kidman), die sich von dem Heiler Mr. Ho alias Haing S. Ngor eine Besserung des Gesundheitszustandes erhoffen. 1994 sah man ihn als General auch in der mehrteiligen TV-Aktion-Serie "Der Sohn der untergehenden Sonne", seine letzte Rolle spielte er 1996 in "Ein Schlag ins Gesicht".

1988 schrieb Haing S. Ngor seine Autobiographie "A Cambodian Odyssey", acht Jahre später wurde der seinerzeit 55-jährige Schauspieler, der sich all die Jahre engagiert mit Menschenrechtsorganisationen für sein Land eingesetzt hatte, erschossen in seiner Garage in Los Angeles aufgefunden. Freunde vermuteten einen Racheakt für seine Opposition gegen die Roten Khmer, später stellte sich jedoch heraus, dass Ngor das Opfer rivalisierender Drogen-Dealer-Gangs geworden war.

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