Eine Lebensgeschichte aus Vietnam: Le Ly wird 1949 geboren und wächst in einem armen Dorf auf. Sie erleidet den Krieg mit all seinen Grausamkeiten, wird vergewaltigt und gefoltert. Als Prostituierte lernt sie in Saigon den GI Steve kennen. Die beiden heiraten und ziehen nach San Diego. Der Krieg macht aus Steve ein psychisches Wrack. Er nimmt sich das Leben. Le Ly muss in einem fremden Land allein zurechtkommen...

Dieses Vietnamdrama zählt zu den weniger bekannten Filmen von Oliver Stone, der danach mit "Natural Born Killers" wieder sensationsträchtigere Stoffe in Angriff nahm. "Zwischen Himmel und Hölle" basiert auf zwei autobiographischen Büchern von Le Ly Hayslip, die Tochter eines chinesischen Reisbauern, und umfasst mehrere Jahrzehnte erzählte Zeit. Die Autorin, die seit ihrem siebzehnten Lebensjahr mit einem Amerikaner verheiratet ist und in den USA lebt, ist übrigens in einem Kurzauftritt als Juwelenhändlerin zu sehen. Le Lys Mutter wird von Joan Chen gespielt. Die Schönheit aus Shanghai wurde bereits mit 18 Jahren zur beliebtesten Schauspielerin des Landes gewählt. 1981 ging sie nach Hollywood und absolvierte ihr Filmstudium. Dino de Laurentiis entdeckte sie auf einem Parkplatz und engagierte sie sofort für den Mehrteiler "Tai Pan". Danach folgten Auftritte in "Twin Peaks" und "Der letzte Kaiser". Trotz des wichtigen Themas lässt dieser Film aber merkwürdig unbeteiligt.

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