Tödliche Welle
19.12.2024 • 23:50 - 00:35 Uhr
Info, Zeitgeschichte
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Widari aus Banda Aceh überlebte den Tsunami 2004, weil ein Fischer sie aus den Fluten rettete. Doch sie verlor zahlreiche Angehörige.
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Widari aus Banda Aceh überlebte den Tsunami 2004, weil ein Fischer sie aus den Fluten rettete. Doch sie verlor zahlreiche Angehörige.
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Am 26. Dezember 2004 wurden die Strände des Indischen Ozeans von dreißig Meter hohen Wellen überspült.
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Originaltitel
Tödliche Welle: Am Tag des Tsunamis
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Info, Zeitgeschichte

Eine Geschichte von Trauer und Verlust

Von Hans Czerny

Als am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 die große Welle im Indischen Ozean die Küsten von Indonesien, Sri Lanka und Thailand traf, nachdem die Erde am Meeresboden bebte, zählte man etwa 230.000 Tote. 1,4 Millionen Menschen waren obdachlos. Doch welche Schicksale verbergen sich hinter diesen Zahlen? – Der britische Dokumentarfilmer Ashley Gething trifft Betroffene und reist mit ihnen an die Schauplätze des unvorstellbaren Unglücks.

Etwa 230.000 Menschen starben, 1,4 Millionen wurden obdachlos, als am zweiten Weihnachtsfeiertag des Jahres 2004 die große Fluwelle über Länder wie Indonesien, Sri Lanka oder Thailand kam. In Thailand traf es tausende Touristen, die Weihnachten in der Sonne verbringen wollten. Mit ihren Smartphones dokumentierten sie, wie unvorbereitet sie die mitunter zehn Meter hohe Welle an den Stränden traf, wie sie sich vergeblich an Häusern und Gegenständen festzuklammern versuchten und fortgerissen wurden.

Der britische Dokumentarist Ashley Gething erinnert noch einmal an die Katastrophe, indem er mit Menschen spricht, die in letzter Sekunde der Welle entkamen, dabei aber nächste Verwandte verloren, viele suchten vergeblich nach ihnen, auch dort, wo es galt, Leichen zu identifizieren.

Widari, eine Frau aus der am meisten betroffenen indonesischen Stadt Banda Aceh, überlebte alleine im Ozean, indem sie sich an einem dort schwimmenden Sofa festhielt. Sie wurde von einem Fischerboot gerettet. Zurückgekehrt in ihre Heimatstadt fand sie dort nicht nur ihr zerstörtes Elternhaus vor. Ihre Eltern, zwei Brüder und ihre Schwester waren umgekommen, nur ihr Mann hatte überlebt.

Naduni aus Sri Lanka war in einem Expresszug unterwegs, als der von der Riesenwelle fortgespült wurde. Sie überlebte das Unglück, doch ihre Schwester wird bis heute vermisst. Ein Urlauber aus England erzählt schließlich von dem Versuch, seine Familie zu retten, indem er sein Boot geradewegs auf die Welle zusteuerte.

Der Film berichtet aber auch davon, wie die Überlebenden mit dem Schock des Tsunami und den bleibenden Folgen zurechtzukommen versuchten und wie es ihnen gelang, mit der Erinnerung weiterzuleben. "Es ist eine Geschichte von Trauer und Verlust, aber auch von Widerstandsfähigkeit und Neubeginn", sagt das ZDF, das die britische Produktion übernahm.

Tödliche Welle – Am Tag des Tsunamis – Do. 19.12. – ZDF: 23.45 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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