Als die Studentin Lisa nach einem Unfall ins Krankenhaus eingeliefert wird, lernt sie den Arzt Alexander kennen, der sie auch operiert. Sie verliebt sich in ihn, und es stellt sich heraus, dass die beiden Nachbarn sind. Sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre, doch stets scheint etwas seltsames zwischen ihnen zu stehen. Alexander verhält sich schwankend, mal ist er absolut zärtlich, dann wieder total abweisend. Als er auch noch seine Approbation verliert, setzen sich viele Szenen in Lisas Kopf zusammen, und ihr wird klar, dass Alexander Alkoholiker ist...

Dieses intensive Beziehungsdrama von Ciro Cappellari ist nicht nur brillant gespielt - besonders Misel Maticevic als Alkoholkranker -, es zeigt auch die Gradwanderung, dem Teufelskreis der Alkoholsucht ohne ärztliche Hilfe entkommen zu wollen. Der in Buenos Aires geborene Regisseur Cappellari hat auch einen hervorragenden Namen als Kameramann. So setzte er etwa Filme wie "Aprilkinder" (1998), "Mörderinnen", "El Acordeón del diablo" (beide 2000) und "Mein Name ist Bach" (2003) in Szene. "Sehnsucht" ist seine fünfte Regiearbeit.

Foto: WDR/Stephan Rabold