Großbritannien im 19. Jahrhundert: Die Familie Bennet muss ihre fünf Töchtern bald möglichst an einen vermögenden Gentlemen verheiraten, um den Familienbesitz zu sichern, der nur an männliche Nachkommen vererbt werden darf. Als auf dem Nachbaranwesen der Bennets der junge, alleinstehende und vermögende Mr. Bingley einzieht und seinen noch reicheren Freund Mr. Darcy mitbringt, scheinen die Gebete von Mrs. Bennet erhört. Sie hofft, dass ihre Töchter bald verheiratet sein werden ...

Jane Austens 1813 erstmals erschienener Roman wurde schon häufiger verfilmt, man denke nur an Robert Z. Leonards Stolz und Vorurteil (1940) mit Greer Garson und Laurence Olivier oder Joe Wrights starbesetzte Stolz und Vorurteil von 2005. Bereits zehn Jahre zuvor nahm sich der britische Regisseur Simon Langton im Auftrag der BBC der berühmten literarischen Vorlage an und tauchte hier in sechs Teilen gekonnt in das 19. Jahrhundert seines Vaterlandes ein. Nach der Drehbuchvorlage von Andrew Davies ("Circle of Friends - Im Kreis der Freunde", "Little Doritt") in Szene gesetzt, entwickelte sich der Sechteiler in Großbritannien und in den USA zum Fernseh-Hit und bescherte Davies weitere Austen-Adaptionen wie "Emma" (1997) und "Sinn und Sinnlichkeit" (2008). Einen Emmy Award gewann "Stolz und Vorurteil" in der Kategorie beste Kostüme.

Foto: BBC/arte F