Glenn Close

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Seit Jahrzehnten etabliert und erfolgreich: Glenn Close
Fotoquelle: CarlaVanWagoner/shutterstock.com
Glenn Close
Geboren: 19.03.1947 in Greenwich, Connecticut, USA

Die Schauspielerin wuchs in einer puritanischen Familie auf, deren Leben von den hohen Idealen einer Evangelisten-Gemeinde bestimmt wurde. Als sie 17 war, begann sie mit ihrem Iyrischen Sopran in der konservativ-missionarischen Gruppe "Up With People" zu singen. Mit 22 Jahren gelang ihr der Ausbruch aus der, wie sie später sagte, sektenähnlichen Gruppe: "lch begann damals wieder bei Null." Danach studierte sie Schauspiel am College Of William And Mary und stürzte sich in die Theaterarbeit, was sie gerne auch als Therapie für sich bezeichnet. Ihr Broadway-Debüt gab sie 1976, 1980 wurde sie für das Musical "Barnum" zum ersten Mal mit dem Tony Award ausgezeichnet.

Filmdebüt als Robin Williams' Mutter

Ihr Spielfilmdebüt gab Glenn Close erst relativ spät, 1982 in "Garp und wie er die Welt sah" als Mutter des nur fünf Jahre jüngeren Robin Williams. Für ihre Darstellung der resoluten Jenny Fields in der berühmten Adaption von John Irvings Roman wurde sie prompt als beste Nebendarstellerin für einen Oscar nominiert, und aus der gefeierten Theaterschauspielerin, die nie Ambitionen hatte, ein Filmstar zu werden, sollte ein noch größerer Hollywood-Star werden.

Schon für ihren zweiten Film, "Der große Frust" heimste sie die nächste Oscar-Nominierung ein, und 1984 gab es bereits die dritte, an der Seite von Robert Redford in Barry Levinsons "Der Unbeugsame". Für ihre furiose Darstellung von Michael Douglas' rachsüchtiger Geliebten in "Eine verhängnisvolle Affäre" wurde sie dann auch als Hauptdarstellerin nominiert. Dabei hätte sie die Rolle fast nicht bekommen: "Niemand dachte, ich könnte sexy sein. Viele können sich nichts anderes als dein allererstes Image vorstellen. Meine erste Rolle in 'Garp und wie er die Welt sah' war Jenny, die asexuelle Krankenschwester in Weiß. Meine Rolle in 'Der große Frust war wie die Tochter von Jenny und die in 'Der Unbeugsame' eine Art Schwester von ihr. Dann kamn "Eine verhängnisvolle Affäre" und mit alI dem war es glücklicherweise vorbei."

Glenn Close legte eine kurze Arbeitspause ein und begann dann - nur sieben Wochen nach der Geburt ihrer Tochter Annie Maude - mit den Dreharbeiten zu "Gefährliche Liebschaften", eine Rolle, für die sie ihre fünfte Oscar-Nominierung erhielt - und das in den ersten sechs Jahren ihrer Filmkarriere.

Auch in Komödien erfolgreich

1996 gab sie eine herrlich satanische Cruella De Vil in Disneys Realversion der "101 Dalmatiner", einem Film, mit dem Glenn Close - die sich bei jedem Film vertraglich zusichern lässt, dass sie ihre Garderobe behalten kann - ihre große Kostümsammlung um einige außergewöhnliche Stücke bereichern und ihre Reihe exzentrischer Frauenrollen um einen Höhpunkt erweitern konnte.

Anschließend gab Tim Burton ihr die Rolle der First Lady an der Seite des US-Präsidenten Jack Nicholson in "Mars Attacks!", und in "Air Force One" war sie ebenfalls im Weißen Haus tätig, diesmal als Vizepräsidentin von Harrison Ford. 1997 war sie in "Paradise Road" zu sehen und in Christopher Reeves Regiedebüt "In der Abenddämmerung". Ihre Tochter Annie, die oft bei den Dreharbeiten dabei ist, hatte in beiden Filmen kleine Rollen. Christopher Reeve: "lch habe nie an eine andere Schauspielerin gedacht. Glenn Close bringt einfach Magie auf die Leinwand."

Privat sah es für Glenn Close lange Zeit nicht rosig aus. Nach dem Scheitern einer frühen Ehe hielt auch die Beziehung mit ihrem zweiten Ehemann nur wenige Jahre. Die anschließende Beziehung mit dem Produzenten John Starke dauerte dreieinhalb Jahre. Nachdem sie eine Zeitlang mit Woody Harrelson und dem Hockeyspieler Cam Neely ausgegangen war, lebt Glenn Close heute glücklich auf dem Land in Westchester County, New York. Sie lebt mit dem acht Jahre jüngeren Steve Beers zusammen, den sie 1993 kennenlernte, als sie als Norma Desmond in Andrew Lloyd Webbers "Sunset Boulevard" neben weiteren Auszeichnungen ihren dritten Tony erhielt und Triumphe auf der Bühne feierte, die er gebaut hatte.

Die Hauptrolle in ihrem Leben spielt allerdings Tochter Annie: "Ich bin sehr froh, dass ich mein Kind so spät bekommen habe, denn so hatte ich meinen Karriere-Hunger Jahre hinter mir und kann sie richig würdigen. Jetzt will ich mich in Form halten, um mit ihr mitzukommen."

Weitere Filme mit Glenn Close: "Der Elephantenmann" (1982), "Das Messer", "Maxie" (beide 1985), "Die Second-Hand Familie" (1989), "Die Affäre der Sunny von B.", "Hamlet" (beide 1990), "Hook", "Zauber der Venus" (beide 1991), "Sarah zwischen Land und Meer" (1992), "Das Geisterhaus", "Schlagzeilen - Je härter, desto besser" (beide 1993), "Serving in Silence" (1994), "Mary Reilly" (1995), "Cookie's Fortune", "Winter's Edge - Wiederkehr der Liebe" (beide 1999), "102 Dalmatiner", "Gefühle, die man sieht..." (beide 2000), "Eine Affäre in Paris", "Lion in Winter - Kampf um die Krone des Königs" (beide 2003), "Die Frauen von Stepford" (2004), "The Shield - Gesetz der Gewalt" (Serie), "Nine Lives", "Disneys Tarzan - Die Legende beginnt" (Sprecherin im Original), "Glück in kleinen Dosen" (alle 2005), "Spuren eines Lebens" (2007), "Albert Nobbs" (2011), "Guardians of the Galaxy" (2014).


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