Robert Zemeckis

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Lernte bei Steven Spielberg: Regisseur Robert Zemeckis
Fotoquelle: Featureflash/shutterstock.com
Robert Zemeckis
Geboren: 14.05.1952 in Chicago, Illinois, USA

Robert Zemeckis ist der Tricktüftler Hollywoods. Seine Filme sind in der Regel beeindruckende Demonstrationen des aktuellen Standes der Tricktechnik. Dass sie dabei nicht zur reinen Technik-Show verkommen, liegt an Zemeckis' sicherem Gespür für publikumswirksame Storys und Charaktere. Er inszenierte viele der kommerziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Auch zum Oscarpreisträger hat er es inzwischen gebracht. Die Biographie von Robert Zemeckis ist in vielerlei Hinsicht typisch für einen Filmbegeisterten: Schon als Schüler fabrizierte er erste Super-8-Filme. Als Student drehte er einige Kurzfilme, "The Lift" (1972) und "Field of Honor" (1973). Sein Regie-Debüt beim "richtigen" Film gab er mit nur 25 Jahren: die Komödie "I wanna hold your hand" (1977) mit Nancy Allen.

Der wichtigste Förderer Zemeckis war Steven Spielberg. Für dessen Film "1941 - Wo, bitte, geht's nach Hollywood?" (1979) entwickelte er die Story. Und auch wenn der überdrehte Slapstickstreifen zunächst ein Flop war, blieb Spielberg von den Qualitäten des jungen Mannes überzeugt. Sein zweiter Film als Regisseur wurde "Mit einem Bein im Kittchen" (1980) mit Kurt Russell und Jack Warden. Den Sprung zum Starregisseur schaffte er erst mit dem Abenteuerfilm "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" (1984). Danach war seine Karriere nicht zu bremsen. Mit "Zurück in die Zukunft" (1985) gelang ihm ein Welterfolg. Auch die beiden Fortsetzungen (1989/90) inszenierte er mit viel Gespür für den Witz, der durch die absurden Situationen bei Zeitreisen entsteht.

Ein Trickspektakel besonderer Art wurde "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" (1988) mit Bob Hopkins. Bis dahin war es noch nie so gut gelungen, Zeichentrickmaterial mit Realfilm zu verquicken. Weniger erfolgreich, aber immer nicht minder amüsant, war "Der Tod steht ihr gut" (1992) mit Goldie Hawn, Meryl Streep und Bruce Willis als schlaffer Schönheitschirurg. Die Tricktechnik dient hier vornehmlich makabren Effekten, etwa wenn Meryl Streep mit schauerlich verrenktem Hals und Goldie Hawn mit tellergroßem Loch im Bauch durch die Gegend wanken. Seinen bislang größten Erfolg feierte Zemeckis mit dem Zeitbild "Forrest Gump" (1994). Ein herzlich dümmlicher Zeitgenosse (brillant: Tom Hanks) erlebt drei Jahrzehnte US-Geschichte; ein modernes Schelmenmärchen, das seinem Regisseur einen Oscar einbrachte und insgesamt mit fünf der begehrten Trophäen bedacht wurde.

Danach folgte die Sciencefiction-Mär "Contact" (1997) mit Jodie Foster. Trotz einiger Längen und Momente eines schwerfälligen religiösen Erbauungstraktats ist dies ein spannender, weil denkbarer Umgang mit futuristischer Wissenschaft. Der Horrorschocker "Schatten der Wahrheit" (2000) mit Harrison Ford und Michelle Pfeiffer erzählt die Geschichte einer jungen Frau (Pfeiffer), die eines Tages von schrecklichen Geistererscheinungen heimgesucht wird. Zunächst zweifelt sie an ihrem Verstand, doch dann kommt sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur...

In "Verschollen" war das Erfolgsteam von "Forrest Gump" wieder vereint. Diesmal zeigt Tom Hanks als einsamer Inselbewohner wieder eine erstaunliche Leistung. Ebenso gelungen ist "Der Polarexpress" (2004), in dem der eingescannte Hanks gleich als Vorlage für fünf Charaktere diente. Als Produzent fungierte Zemeckis 2006 für den Trickfilm "Monster House", 2007 folgte seine Regiearbeit "Die Legende von Beowulf" und 2009 der tolle Motion-Capture-Trickfilm "Disney's Eine Weihnachtsgeschichte". Äußerst gelungen ist auch das Drama "Flight" (2012) mit Denzel Washington.


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