Mit seinen Äußerungen bezüglich eines homosexuellen Bundeskanzlers sorgte Friedrich Merz für Aufsehen. Parteikollege Armin Laschet stellte bei Maischberger nun unmissverständlich seinen Standpunkt in der Debatte klar.

Nach den umstrittenen Äußerungen von Friedrich Merz befragte Moderatorin Sandra Maischberger in ihrem ARD-Talk dessen Parteikollegen Armin Laschet zur Debatte um einen möglichen homosexuellen Bundeskanzler. Laschet, der gemeinsam mit Jens Spahn für den Vorsitz der CDU antritt, hatte ein konkretes Statement dazu parat: "Ich finde, dass man im Jahr 2020 nicht mehr über die Frage diskutieren sollte, wer wen wie liebt."

Er selbst bewerte die Aussage von Merz nicht und verstehe Jens Spahns Äußerungen dazu. Auf Maischbergers Frage hin, ob Merz homophob sei, erklärte Laschet: "Ich glaube nicht, dass er homophob ist. Das geht glaube ich zu weit." Weiter erklärte der 59-Jährige: "Für mich würde sich nur die Frage einfacher beantworten. Kann ein Schwuler Bundeskanzler sein? Ja, Punkt. Viel mehr muss man dazu nicht sagen."

Friedrich Merz hatte auf die Frage, ob ein homosexueller Regierungschef "normal" sei, zwar betont, dass es für ihn kein Problem darstelle. Allerdings sorgte ein Nebensatz für Diskussionen: "Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft – an der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht – ist das kein Thema für die öffentliche Diskussion." Jens Spahn hatte sich dazu konkret geäußert: "Na ja, wenn die erste Assoziation bei Homosexualität Gesetzesfragen oder Pädophilie ist, dann müssen Sie eher Fragen an Friedrich Merz richten, würde ich sagen."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH