Er war ein "Urgestein des WDR", wie WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn ihn in einem ersten Nachruf würdigte: Am Freitagnachmittag ist der langjährige TV-Journalist und Moderator Bernd Müller, den viele Zuschauer vor allem für seine Sendereihe "Wunderschönes NRW" in Erinnerung behalten haben, mit 78 Jahren in Neuss gestorben. Der gebürtige Düsseldorfer prägte lange die Berichterstattung über Land und Leute nicht nur im WDR-Sendegebiet.

Beim WDR fing er bereits 1972 als Reporter für landespolitische Themen an, 1978 wurde Müller Redaktionsleiter von "Hier und Heute". Stärker selbst vor die Kamera trat er dann ab 1988, als er in der Gastgeberrolle durch die beliebte WDR-Talksendung "mittwochs in ..." und "mittwochs Live" führte. Im Oktober 1999 ging er erstmalig mit der Reihe "Wunderschönes NRW" auf Sendung, um sich dann im Dezember 2007 – zwei Jahre nach seinem offiziellen Erreichen des Rentenalters – mit der 50. Jubiläumsausgabe von seinem Stammpublikum verabschiedete.

"Er war ein kluger und neugieriger Journalist sowie vor allem ein herzlicher und zugewandter Mensch", sagt Schönenborn nun über den verstorbenen Bernd Müller. "Er hat über Jahrzehnte das Programm des WDR-Fernsehens geprägt." Besonders betont der amtierende WDR-Fernsehdirektor, dass Müller bewiesen habe, "dass Politik und Humor zusammenpassen". Jörg Schönenborn: "Generationen junger Reporterinnen und Reporter haben von ihm gelernt, wie man hart und bestimmt, aber trotzdem freundlich Fragen stellt."


Quelle: teleschau – der Mediendienst