Die meisten Kritiker waren sich einig: "Babylon Berlin" ist die Serie, auf die Deutschland gewartet hat. Nach der Free-TV-Ausstrahlung am Sonntagabend in der ARD ist nun auch klar, dass sich die Zuschauer für das ambitionierte Serienwerk interessierten: Fast acht Millionen Zuschauer verfolgten im Ersten die ersten drei Episoden des Sittengemäldes aus dem Berlin des Jahres 1929. Das entspricht einem Marktanteil von fast 25 Prozent; kein anderes Format war am Sonntag so erfolgreich.

Da die ARD alle drei Folgen am Stück ausgestrahlt hat und die Zuschauerzahlen nicht für die einzelnen Episoden ausweist, ist nicht klar, wie viele der Zuschauer tatsächlich beim Auftakt durchgehalten und wie viele schon nach der ersten Folge abgeschaltet haben – die veröffentlichten Zahlen geben nur den Durchschnittswert für alle drei Folgen wider.

Allerdings kommt auch die im Anschluss gesendete Begleitdokumentation "1929 – Das Jahr Babylon" auf noch mehr als vier Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von fast 20 Prozent – und das bei einem späten Sendebeginn um 22.30 Uhr. Ein kurzer Blick ins Netz zeigte am Sonntag ein sehr gemischtes Echo.

"Babylon Berlin", eine Koproduktion zwischen dem Pay-TV-Anbieter Sky und der ARD, lief bereits im vergangenen Jahr bei Sky. Damals sahen knapp 350.000 Menschen den Auftakt im linearen Fernsehen, inklusive zweiter Ausstrahlung und Streamings. Das Erste zeigt die weiteren Episoden der Serie von Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries immer am Donnerstagabend, 20.15 Uhr, in Doppelfolgen.

Insgesamt verschlang das Mammut-Projekt 40 Millionen Euro. "Babylon Berlin" ist Krimi, Drama, Thriller, Historienfilm zugleich. Es erzählt die Geschichte des Kölner Kommissars Gereon Rath (Volker Bruch), der nach Berlin geschickt wird, um einen komplexen Kriminalfall zu lösen. Eine dritte Staffel ist bereits in Arbeit.


Quelle: teleschau – der Mediendienst