Niederlage vor Gericht

Britney Spears will nicht mehr singen

Vorerst müssen Fans der Popsängerin auf Auftritte verzichten: Britney Spears will so lange nicht auftreten, bis ihr Vater ihre Vormundschaft nicht mehr innehat.
Vorerst müssen Fans der Popsängerin auf Auftritte verzichten: Britney Spears will so lange nicht auftreten, bis ihr Vater ihre Vormundschaft nicht mehr innehat.  Fotoquelle: Getty Images / Marc Piasecki

Seit ihrem öffentlichen Zusammenbruch hat ihr Vater die Vormundschaft für Britney Spears. Vor Gericht erlitt die Sängerin nun eine Niederlage. Die Reaktion: Sie tritt in den Streik.

Nachdem sie mehrmals in der Öffentlichkeit zusammengebrochen war, übernahm ihr Vater Jamie im Jahr 2008 die Vormundschaft des ehemaligen Teeniestars Britney Spears. Nun ist die Popsängerin mit dem Anliegen, ihren Vater von dieser Vormundschaft wieder abzusetzen, vor einem Gericht in Los Angeles vorerst gescheitert. Die 38-Jährige hat aus dem Urteil offenbar Konsequenzen gezogen – und tritt in Streik. Laut ihrem Anwalt Samuel Ingham habe seine Mandantin beschlossen, nicht mehr aufzutreten, bis Jamie Spears die Vormundschaft, welche ihn berechtigt, sich um rechtliche und finanzielle Angelegenheiten seiner Tochter zu kümmern, nicht mehr innehat.

Möglicherweise ist das letzte Wort vor Gericht jedoch noch nicht gesprochen. Die vorsitzende Richterin gestand der 38-jährigen zweifachen Mutter die Möglichkeit zu, einen neuen Antrag zu stellen, der Jamie von dessen Vormundschaft entbinden soll. Über diesen würde dann getrennt vom jetzigen Urteil entschieden.

Woher der Familienzoff kommt? Nach Angaben von Samuel Ingham sei die Arbeitsbeziehung zwischen Vater und Tochter schon länger belastet, die beiden reden aktuell nicht miteinander. Mehr noch: Laut Ingham habe Britney Spears regelrecht Angst vor ihrem Vater, dem außerdem in seiner Rolle ein verschwenderischer Umgang mit Geld vorgeworfen wird. Jamie Spears' Anwältin hielt dagegen, dass nur Funkstille zwischen beiden herrsche, da Britney auf Anraten Inghams nicht mehr mit ihrem Vater sprechen würde. Ein weiteres Argument der Gegenseite: Bevor Jamie Spears die Vormundschaft übernahm, sei der Popstar verschuldet gewesen, nun habe sich ihre finanzielle Situation drastisch verbessert. Mehr noch, angeblich belaufe sich ihr Vermögen aktuell auf mehr als 60 Millionen US-Dollar.

Britney Spears würde dennoch lieber Jody Motgomery als rechtlichen Vormund einsetzen lassen. Dieser regelte ihre Angelegenheiten bereits 2019 über einen kürzeren Zeitraum, als ihr Vater erkrankt war. Den finanziellen Part solle auf Spears' Wunsch hin ein professioneller Treuhänder betreuen.

Zu Beginn der Nullerjahre galt Britney Spears als bestbezahlte Sängerin der Welt, und Songs wie "... Baby One More Time" oder "Oops! ... I Did It Again" avancierten zu globalen Hits. Nach beruflichen sowie privaten Rückschlägen hatte sie mit psychischen Problemen zu kämpfen und wurde 2008 vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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