"Wer bezahlt die Zeche?"

Was kostet uns die Corona-Pandemie?

von Maximilian Haase

Die Kosten der Corona-Krise und des Pandemie-Lockdowns belaufen sich in Deutschland derzeit auf 1,9 Billionen Euro. Wer zahlt das? Und müssen wir auf unseren Wohlstand verzichten? "Die Story im Ersten" nähert sich diesen Fragen.

ARD
Die Story im Ersten: Corona-Patient Wirtschaft – Wer bezahlt die Zeche?
Reportage • 27.07.2020 • 22:35 Uhr

Was im Großen und Ganzen gesellschaftlich vernünftig erscheint, kann für Einzelne manchmal schwer zu ertragen sein. Am deutlichsten zeigt sich das an den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Der Lockdown in der Pandemie legte ganze Branchen lahm und zwang zahlreiche Selbständige in die Knie. Die angekurbelte Hilfe für die betroffenen Unternehmen und Angestellten verursacht immense Kosten – derzeit gehe man von 1,9 Billionen Euro aus, wie die aktuelle "Story im Ersten" berichtet. Die Reportage unter dem Titel "Corona-Patient Wirtschaft" fragt nach, woher die enormen Hilfsgelder kommen und wie sich die Corona-Schulden auf den Wohlstand hierzulande auswirken – oder kurz: "Wer bezahlt die Zeche?"

An vorderster Front managt dabei Peter Altmaier das komplexe Geschehen. Der Film von Claus Hanischdörfer und Geli Hensolt begleitet den Bundeswirtschaftsminister inmitten der Krise bei der Umsetzung der Konjunktur- und HIlfsprogramme, forscht aber auch kritisch nach, ob die von der Regierung beschlossenen Pakete der hiesigen Ökonomie wirklich wieder auf die Beine helfen können. Als Experte beleuchtet Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), gemeinsam mit seinem Team die Maßnahmen,

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Verschiedene Zukunftsszenarien

Durchgespielt werden dafür unterschiedliche Zukunftsszenarien mit Blick auf die Bewältigung der Schulden – bis hin zum Worst-Case-Szenario für Deutschland. Genau jenes ist für viele Menschen schon vor Wochen eingetreten, wie die Reportage ebenfalls zeigt. Etwa für Flugbegleiter Kai-Uwe Sieling, der seit über 30 Jahren bei der Lufthansa arbeitet. Nun, da monatelang keine Flüge starteten, steckt nicht nur sein Arbeitgeber, sondern auch er in der Krise: Im Film berichtet Sieling, der gemeinsam mit seiner Frau die Kredite für eine Eigentumswohnung abbezahlen muss, wie hart er getroffen wurde.

In ihrer gesamten Existenz bedroht ist auch die Schaustellerfamilie Moser aus dem baden-württembergische Benningen, die in der "Story im Ersten" begleitet wird. Vor der Corona-Krise investierte die Familie viel Geld in ein Glaslabyrinth, das in diesem Sommer hohe Einnahmen bringen sollte. Dann jedoch wurden alle Volksfeste abgesagt – und die Mosers waren plötzlich auf staatliche Hilfe angewiesen. Ebenso wie auch Einzelhändler Florian Henneka mit seinen 70 Mitarbeitern, deren Arbeitsplätze bedroht sind. Doch was bringen die Maßnahmen der Regierung wirklich? Die hiesige Wirtschaft, da sind sich immerhin alle einig, wird nach der Pandemie eine andere sein.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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