Netflix-Serie

"Das Damengambit" löst Schach-Hype in Deutschland aus

Die Netflix-Serie "Das Damengambit" begeisterte Ende des Jahres 2020 Zuschauer und Kritiker gleichermaßen. Zudem befeuerte sie offenbar eine neue Schach-Leidenschaft. 

Bereits seit dem 13. Jahrhundert ist das Schachspiel in Europa fest etabliert, seine Wurzeln reichen jedoch noch viel weiter zurück. Über all die Jahrhunderte hat sich das Strategiespiel gehalten – und es erlebt nun dank der Netflixserie "Das Damengambit" wieder ein ungeahntes Hoch. Spieleverlage registrierten seit der Erstausstrahlung auf dem Streaming-Dienst bis zu 1.000 Prozent mehr Schachbrett-Verkäufe. Diese irrwitzige Zahl nannte zumindest Spieleverlag "Goliath Toys". Zudem befinden sich die Google-Suchanfragen für "Schachbrett" sogar auf einem Allzeit-Hoch.

Bereits im Dezember 2020 schossen besagte Suchanfragen durch die Decke – und offenbar hält der Trend an. Im Januar lag das Suchvolumen gar 113 Prozent höher als im Vormonat. Die Auswirkungen der Serie, die sich um die Schachspielerin Elizabeth "Beth" Harmon, gespielt von Anya Taylor-Joy, dreht, stand bereits am 23. Oktober zum Abruf bereit – doch die Auswirkungen sind bis heute spürbar. So verzeichnete eBay eine Steigerung der Verkaufszahlen von Schachbrettern um 215 Prozent.

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"Das Schachspiel erlebt dieser Tage eine regelrechte Renaissance", weiß "Handelskontor"-Herausgeber Raphael Lulay. "Bereits seit 2016 steigt die Anzahl der Mitglieder des Deutschen Schachbundes wieder an, die Netflix-Erfolgsserie befeuerte den ohnehin schon intakten Aufwärtstrend weiter." Die Miniserie die neue Schachbegeisterung auslöste, schaffte es in insgesamt 63 Ländern auf den ersten Platz der beliebtesten Netflix-Werke. Innerhalb eines Monats sahen 62 Millionen Zuschauer weltweit Beth Harmon dabei zu, wie sie in "Das Damengambit" ihr Schachspiel perfektionierte.

 


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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