Gibt es einen unsichtbaren aber sicheren Schutz für Handy-Displays? Lohnt es sich, in Eis zu investieren? Und ist ein Produkt 2 Millionen Euro wert? Diese und weitere Fragen sind in der ersten Folge der VOX-Show "Die Höhle der Löwen" beantwortet worden.

Wenn jemand mit einem Hammer freiwillig auf das Display eines Handys einschlägt, dann handelt es sich entweder um pure Zerstörungslust oder aber um eine Produktpräsentation in der VOX-Show "Die Höhle der Löwen". Denn mit "Protect Pax", so erklären die Gründer Pascal Buchen und Anthony Filipiak aus Düsseldorf, gehören zerbrochene Handy-Displays der Vergangeneheit an. Ein Versprechen, welches die Investoren stutzig gemacht hat – auch, weil es sich um einen Schutz handelt, der in flüssiger Form auf das Smartphone aufgetragen wird und im ausgehärteten Zustand sechs Mal stabiler sein soll, als es herkömmliche Schutzfolien sind.

Carsten Maschmeyer und Neu-Löwin Dagmar Wöhrl trauen dem Ganzen allerdings nicht und steigen vorzeitig aus. Frank Thelen, Ralf Dümmel und Judith Williams sind hingegen überzeugt. Dümmel, der mehrere hundert Produkte über sein Unternehmen vertreibt, ist sogar derart begeistert, dass er sagt "geil, geil, geil". Und er ist es auch, der letztendlich den Deal mit dem Gründer-Duo bekommt. Für ein Invest von 150.000 Euro sichert er sich zudem 20 Prozent des Unternehmens.

Geschichte hinter "ReMoD" bewegt die Löwen

Emotional wurde es dann mit der Geschichte von Dindia Gutmann und ihrer Mutter Anna Vonnemann. Bereits als ungeborenes Kind erlitt Dindia im Mutterleib einen Schlaganfall und hat seitdem eine halbseitige Lähmung. Doch um ihrer Tochter zu helfen, tüftelte Anna Vonnemann jahrelang an einem Gerät, das Dindia mit elektrischen Impulsen bei ihrer Körperhaltung unterstützt. Ohne technische Vorkenntnisse entwickelte sie schließlich das Produkt "ReMoD", dass der heute 26-Jährigen viel Bewegungsfreiheit und Körperkontrolle ermöglicht.

Sichtlich gerührt von der Geschichte sind es Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhrl, die dem Mutter-Tochter-Gespann die gewünschten 200.000 Euro für einen Anteil von 20 Prozent geben. Und dabei ist es ihnen völlig egal, ob sie am Ende etwas an der Idee verdienen oder nicht: "Ob ich mein Geld zurückbekomme ist mir egal", so Maschmeyer. "Wie sehen so viele Game-Changer, hier ist ein Life-Changer".

Und auch Wöhrl findet allein den Gedanken, dass sie mit ihrer Unterstützung in vielen Jahren Menschen glücklicher machen könne, Grund genug, in das Gerät zu investieren. "Dafür hat es sich schon gelohnt, dass ich in die Höhle der Löwen gekommen bin", so Wöhrl.

2 Millionen Euro für einen Otto-Wilde-Grill?

Nicht gereicht hat es in der ersten Folge derweil für Birgit Unger, die mit ihrem Produkt "hearts for heels" – kleine, herzförmige Pads – den Komfort in High Heels erhöhen wollte. Auch für Familie Wilde, die einen besonderen Steak-Grill vertreiben, gab es keinen Deal. Bei der geforderten Summe von 2 Millionen Euro für 20 Prozent Unternehmensanteile wollte kein Löwe einsteigen.

Über ein Invest in Höhe von 120.000 Euro dürfen sich hingegen Luisa Mentele und Markus Deibler (ehemaliger Profischwimmer) mit ihrem Start-up "Luicella's Ice Cream" freuen. Frank Thelen investierte in das Unternehmen, dass zwei Eisdielen in Hamburg betreibt, Fertig-Eis-Sorten im Einzelhandel verkauft und einen Eis-Mix zum Selbermachen entwickelt hat.