Mord, Totschlag, brutale Verbrechen: Viele Polizeibeamte und Mitarbeiter von Justiz und Strafverfolgung fühlen sich mit ihren seelischen Problemen alleingelassen.

Nach schweren Gewaltverbrechen oder einem besonders schlimmen Unfall setzen die Behörden in der Regel alles Menschenmögliche daran, die Opfer und Zeugen des Geschehens zu schützen und sie psychologisch betreuen zu lassen. Mit den verstörenden Bildern und Erlebnissen, die sich oft tief ins Unterbewusste einbrennen, müssen Kriminalbeamte, Streifenpolizisten, aber auch die Mitarbeiter der Strafverfolgung wie Staatsanwälte und Gerichtsgutachter hingegen meist ganz alleine klarkommen.

Die neue ARD-Dokumentation "Die Wunden der Ermittler" beleuchtet die Schicksale von Polizisten, die im Dienst schwer traumatisiert wurden. Und sie wirft die nicht wirklich abwegige Frage auf, warum es regelmäßige Fitness- und Schießübungen gibt, aber keine standardisierte psychologische Betreuung für Polizisten.


Quelle: teleschau – der Mediendienst