In der Dunkelheit überfährt eine Frau einen jungen Mann. Auch wenn sie den Unfall nicht verhindern konnte – eine Schuld an dem tödlichen Drama gibt sie sich dennoch. Doch an der Aufklärung der Hintergründe des Falles scheint außer ihr niemand ein Interesse zu haben.

Also nimmt sie die Dinge selbst in die Hand. Das Drama "Die kalte Wahrheit" (Regie: Franziska Meletzky, Drehbuch: Sarah Esser) aus dem Jahr 2014 basiert auf einer dramatischen wahren Begebenheit, verliert sich aber in Belanglosigkeiten – einer überzeugenden Besetzung zum Trotz.

Der reale Fall, der sich 2002 in Lübeck ereignete, löste einen veritablen Polizeiskandal aus. Für den aber interessiert sich der Film nicht. Stattdessen verfolgt er eine planlose Pseudo-Ermittlerin, die mit ihrer Beharrlichkeit bald nicht nur ihren Mitmenschen auf die Nerven geht. Schade, denn "Die kalte Wahrheit" hätte ein durchaus spannendes Psychogramm über Schuld und Sühne abliefern können.


Quelle: teleschau – der Mediendienst