Romanverfilmung kommt bei ARTE

"Die unendliche Geschichte": märchenhafte Reise nach Phantásien

von Jasmin Herzog

Die Verfilmung des Romans von Michael Ende ist bis heute einer der erfolgreichsten und teuersten deutschen Produktionen. Nun können ARTE-Zuschauer nochmals in das Abenteuer eintauchen.

ARTE
Die unendliche Geschichte
Fantasyfilm • 12.07.2020 • 20:15 Uhr

Die "unendliche Geschichte" hätte mehrfach fast ein unerwartetes Ende gefunden. Erst gab es Schwierigkeiten, ein stimmiges Drehbuch und einen willigen Regisseur zu finden. Während der Dreharbeiten kam es dann zu unzähligen Pannen: Die motorisierte Rennschnecke raste durch die Kulissenbauten, später legten Millionen von Fliegen den Set der "Sümpfe der Traurigkeit" lahm. Schließlich war es geschafft: Wolfgang Petersens aufwendiges Abenteuer, die Verfilmung eines Romans von Michael Ende ("Momo"), kam 1984 in die Kinos. Nun können sich ARTE-Zuschauer von einem der schönsten Fantasy-Märchen der Filmgeschichte verzaubern lassen.

Mit rund 60 Millionen Mark Produktionskosten ging die Verfilmung des Bestsellers damals als teuerster Kinofilm in die deutsche Filmgeschichte ein und blieb dort an der Spitze bis 2006. Der Aufwand, der in den Münchner Bavaria Filmstudios und in Vancouver betrieben wurde, lohnte sich: Mit 100 Millionen Mark Einspielsumme ist "Die unendliche Geschichte" eine der erfolgreichsten deutschen Kinoproduktionen und gehört bis heute neben "Das Parfum" (2006) und "Cloud Atlas" (2012) zu den drei teuersten deutschen Filmen.

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Im Mittelpunkt des Abenteuers steht Bastian (Barret Oliver), der statt zur Schule zu gehen viel lieber in Büchern schmökert. Der verträumte Bub liest in dem Wälzer "Die unendliche Geschichte" von der Kindlichen Kaiserin (Tami Stronach) und ihrem Land Phantásien, das von einem unfassbaren Nichts vernichtet zu werden droht. Alle Hoffnungen ruhen auf den Schultern des Jungen Atréju (Noah Hathaway), der Phantásien als Einziger retten kann. Dafür lässt er sich auf gefährliche Abenteuer im Reich voller Fabelwesen wie Nachtalben, Borkentrolle, einem Felsenbeißer und dem Glücksdrachen Fuchur ein. Bastian lässt sich immer mehr von der Handlung mitreißen, bis er erkennt, dass zwischen ihm und Atréju eine seltsame Verbindung besteht. Er wird selbst ein Teil der Geschichte und kann so das bedrohte Traumland vor der Hoffnungslosigkeit bewahren.

Eine packende Geschichte, wunderschöne Kulissen, talentierte Jungdarsteller und nicht zuletzt ein gelungener Soundtrack entführen den Zuschauer spielend leicht in eine fantastische Welt, die hinter sich zu lassen nicht ganz leicht fällt. Dem späteren Action-König Wolfgang Petersen ("Troja", "Vier gegen die Bank") gelang ein intelligenter Film, der nicht zuletzt durch Liebe zum Detail besticht und vor allem Erwachsene staunen und verstehen lässt.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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