Weihnachten 1968 änderte ein Foto aus dem All unseren Blick auf die Erde. Stefan Aust rekapituliert für N24 "Die Entdeckung des Blauen Planeten".

Das turbulente Jahr 1968 neigte sich seinem Ende zu, da entdeckten wir unseren Planeten neu: Mit einem Foto unserer Erde beschenkte die NASA am Heiligen Abend vor 49 Jahren die Menschheit mit einem neuen Blick auf sich selbst. Das Bild, aufgenommen vom Mond, zeigte den Aufgang der Erde, den so genannten "Earthrise". Fotografiert wurde es vom Astronauten Bill Anders, Mitglied der Apollo-8-Mission, die aufgebrochen war, um den Erdtrabanten zu erforschen.

Stattdessen bestaunte die Crew ein beinahe existenzialistisches Erlebnis: Den Aufgang der winzigen blauen Erde fern am Horizont. Jenen Rollentausch zwischen den Himmelskörpern, den das TV an Weihnachten live ausstrahlte, hatte die Menschheit noch nie gesehen. Dazu verlas Anders die Schöpfungsgeschichte – es wurde ein tränenreiches, emotionales Fernsehereignis. "... And God saw the light, that it was good: and God divided the light from the darkness."

Stefan Aust und Charlotte Krüger beleuchten in ihrer N24-Doku "Die Entdeckung des Blauen Planeten" jene denkwürdige Apollo-Mission, mit der die Amerikaner im Kalten Krieg ursprünglich den Russen ihre Überlegenheit demonstrieren wollten. Vor allem aber demonstrierten sie die Fragilität unserer Erde in einem unendlichen, dunklen Universum. Bis heute beeindruckt das Bild, das später zum Symbol der Umweltbewegung geriet.

Ausgestrahlt wird der Film über seine Entstehung am 19. Dezember, 20.05 Uhr auf N24.


Quelle: teleschau – der Mediendienst