US-Schauspieler Martin Landau starb am Samstag im Alter von 89 Jahren "nach unerwarteten Komplikationen" in einem Krankenhaus in Los Angeles, wie sein Sprecher bekanntgab.

Der New Yorker, der seine Karriere am Broadway begann, arbeitete in seiner beruflichen Laufbahn mit zahlreichen namhaften Regisseuren, unter anderem mit Woody Allen ("Verbrechen und andere Kleinigkeiten") und Francis Ford Coppola ("Tucker"). Schon bevor er 1966 mit seiner Rolle in der TV-Serie "Kobra übernehmen Sie" berühmt wurde, spielte Landau 1959 in Alfred Hitchcocks "Der unsichtbare Dritte" mit.

Für seine Rolle des alternden Dracula-Darstellers Béla Lugosi in Tim Burtons Porträt "Ed Wood" gewann der Schauspieler mit den dunklen Haaren und stechend blauen Augen 1995 den Oscar. Burton castete Landau außerdem für "Sleepy Hollow" (1999) und für eine Sprechrolle in dem 3D-Stop-Motion-Film "Frankenweenie" (2012).

Interessant ist aber auch, welche Rolle Landau niemals spielte: 2011 verriet er in der Doku "Pioneers of Television", dass er damals die Rolle des Mr. Spock in "Star Trek" ablehnte. "Es wäre die reinste Folter gewesen. Die Rolle hätte mich wahrscheinlich umgebracht", sagte Landau. "Seien wir mal ehrlich, eine Figur zu spielen, die monoton redet, sich niemals aufregt, sich nie schuldig fühlt oder Angst verspürt und nie emotional wird – wer will das schon?".

Zuletzt konnte man Landau in "The Last Poker Game", das seine Premiere auf dem diesjährigen Tribeca Film Festival feierte, sehen. Landau hinterlässt zwei Töchter und seine Ex-Frau Barbara Bain.


Quelle: teleschau – der Mediendienst