Mel Brooks glaubt, dass er Komödien wie "Der wilde wilde Westen" oder "Frühling für Hitler" heute nicht mehr drehen könne. Die "politische Korrektheit der Gesellschaft" sei Schuld daran.

"Wir sind auf eine dumme Art und Weise politisch korrekt geworden", schimpfte der 91-Jährige im Interview mit der BBC: "Das ist der Tod der Comedy." Zwar sei es "in Ordnung, die Gefühle von unterschiedlichen Gruppen nicht verletzen zu wollen", erläuterte der Schauspieler, Regisseur und Produzent weiter. "Aber es ist nicht gut für die Comedy. Comedy muss auf einem schmalen Grat wandern, Risiken eingehen. Comedy ist der lüsterne kleine Elfe, der dem König ins Ohr flüstert und immer die Wahrheit sagt über das menschliche Verhalten."

Für Brooks, der 1926 in New York in eine jüdische Familie geboren wurde, gebe es allerdings auch Tabuthemen: "Ich würde nie Witze über Gaskammern machen oder den Tod von Kindern oder Juden durch die Nazis. Alles andere ist okay."

Brooks, der zuletzt 1995 mit "Dracula - Tot aber glücklich" einen eigenen Film drehte, arbeitet derzeit an einer Musical-Adaption seiner Erfolgskomödie "Frankenstein Junior".


Quelle: teleschau – der Mediendienst