Bei der "Operation Big Bang" sollte das strategisch wichtige Helgoland vor 70 Jahren vom britischen Militär in die Luft gesprengt werden. Ein Doku-Drama, das am Tag der Deutschen Einheit ausgestrahlt wird, erzählt von der heute weitgehend vergessenen Geschichte.

Eigentlich sollte es Helgoland gar nicht mehr geben. Nachdem die deutsche Insel weit draußen in der Nordsee bereits im Ersten und Zweiten Weltkrieg als strategischer Außenposten mitten im Meer hart umkämpft war, wollten britische Besatzer das nur 1,7 Quadratkilometer große Eiland am 18. April 1947 in die Luft sprengen.

Mehr als 6700 Tonnen Granaten, Raketen und Sprengstoff gingen bei der "Operation Big Bang" in die Luft. Es war die größte nichtnukleare Explosion der Nachkriegsgeschichte. Doch, oh Wunder: Der Felsen hielt dieser Sprengkraft stand und die Helgoländer, heute leben dort etwa 1500 Menschen, behielten ihre Heimat.

Das von Hubertus Meyer-Burckhardt präsentierte Doku-Drama "Heimat Helgoland" erzählt diese Geschichte 70 Jahre später und rückt dabei dramaturgisch eine brüchige Nachkriegs-Familie von Norddeutschlands Kult-Eiland in den Mittelpunkt. Michael Mendl und Christina Große spielen die Hauptrollen. Ausgestrahlt wird der Film am Tag der Deutschen Einheit: Dienstag, 3. Oktober, 20.15 Uhr, im NDR-Fernsehen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst