"Es muss auch mal Schluss sein. Ernsthaft", twitterte Georg Diez. Nach den Bemerkungen des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland, Hitler und der Nationalsozialismus seien nur ein "Vogelschiss" in einer "1000-jährigen deutschen Geschichte", forderte der "Spiegel"-Autor: "Jeder, der Alexander Gauland weiter zu Talkshows einlädt, ist verantwortlich für Antisemitismus, Verharmlosung des Holocaust, Rassismus und Ressentiment."

Frank Plasberg schuf für seine ARD-Talkshow "hart aber fair" sogleich Fakten – und lud Gauland für immer aus: "Wer die Verbrechen des Nationalsozialismus relativiert, kann kein Gast bei 'hart aber fair' sein. Daher werden wir Alexander Gauland in Zukunft nicht mehr einladen." Eine konsequente Haltung, die eine Petition nun auch von anderen Talkshows einfordert.

"Alexander Gauland, raus aus meiner Talkshow!" – Das verlangt die Petition auf Change.org, die bereits von über 6000 Menschen unterzeichnet wurde. Ins Leben gerufen wurde die Boykott-Forderung von dem Hamburger Martin Nieswandt, der das Ganze vor allem an Maybrit Illner (ZDF) sowie die ARD-Talkerinnen Anne Will und Sandra Maischberger adressiert.

In der Petition heißt es: "Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat mit seiner 'Vogelschiss'-Bemerkung zum Nationalsozialismus eine öffentliche Empörungswelle ausgelöst. Die Folge: seine Aussage wird überall wiederholt und die AfD bekommt mal wieder die volle Medienaufmerksamkeit. Das Gegenteil sollte der Fall sein."


Quelle: teleschau – der Mediendienst