Menschen, die jahrelang in der Obdachlosigkeit gelebt haben, gelten als gescheitert. Doch sind sie das wirklich? Der Dokumentarfilm von Till Cöster, der nun im Rahmen des "Kleinen Fernsehspiels" im ZDF zu sehen ist, eröffnet einen anderen durchaus liebenswerten Blick auf eine Welt, die viele normalerweise meiden.

In einem Haus in der Kyreinstraße in München leben besondere Menschen. Unter ihnen ist ein frühpensionierter Lehrer mit Liebeskummer, ein manischer Erfinder und ein beharrlicher Friedensbotschafter. Sie eint, dass sie jahrelang auf der Straße gelebt haben. Erst in dem Männerwohnheim haben sie nach entbehrungsreichen Zeiten in der Obdachlosigkeit wieder ein Bleibe gefunden. Doch wie funktioniert ein Zusammenleben unter Männern, die allesamt eine schwere Bürde mit sich tragen? Vorstellbar ist, das unter ihnen immer wieder schnell ein Streit eskalieren könnte. Doch genau das Gegenteil ist der Fall, wie der Film "SUPER FRIEDE LIEBE LOVE" im ZDF zeigt.

Der Filmemacher Till Cöster bekam die Möglichkeit, eben jenen ehemaligen Lehrer, den Erfinder und den Friedensbotschafter mit der Kamera zu begleiten. Im Rahmen des "Kleinen Fernsehspiels" im ZDF scheuen sie sich nicht, aus ihrem jeweils bewegten Leben mit seinen vielen Fehlern zu berichten. Einer der Bewohner beispielsweise erzählt, dass er immer wieder von "negativen inneren Stimmen" geplagt werde. Seine Lösung dagegen: Er kritzelt positive Botschaften an die Wände seines Zimmers. So hat er für sich gewisse Selbstheilungskräfte entwickelt. Andere in einem "normalen" Leben hingegen haben Vergleichbares (noch) nicht geschafft.


Quelle: teleschau – der Mediendienst