Ruhe und absolute Stille – so etwas kennt Shirin Soraya ("Sechserpack") nicht. Was bei anderen Schauspielern nur auf einen stressigen Terminplan schließen lässt, ist bei ihr die bittere Wahrheit. Seit fast exakt zwölf Jahren lebt die Wahlberlinerin mit einem Tinnitus im Ohr. Ganz offen erzählt der TV-Star nun, wie es zu dem Schicksalsschlag kam und wie sie damit umzugehen gelernt hat.

Shirin Sorayas neue nachmittägliche RTL-Serie "Freundinnen – jetzt erst recht" (Montag bis Freitag, 17 Uhr) bringt gerade nicht die gewünschten Einschaltquoten. Doch dies dürfte noch das geringste Problem der 42-Jährigen sein. "Mein Tinnitus kam, auch wenn er plötzlich einsetzte, nicht wirklich aus dem Nichts, nicht aus der Stille, denn in den Monaten davor war ich schon sehr belastet durch innere Zweifel und Zerrissenheit, was meine Beziehung betraf."

Stress ob ihres komplizierten Beziehungslebens Mitte der 2000er war der perfekte Nährboden für das Phantomgeräusch. Die Störung der Hörfunktion ist für den Betroffenen eine äußerst unangenehme und nervenaufreibende Erfahrung. Soraya erinnert sich daran, dass sie das Geräusch ursprünglich "irgendwo zwischen Staubsauger, Kühlschrank und Mixer" einordnete.

Die damalige Zeit habe sie als dunkel und schwer erlebt. "Mein Herz war von innerer Unruhe gebeutelt", so die gebürtige Münchnerin. Heute habe sie damit umzugehen gelernt, ohne permanent davon beeinträchtigt zu werden: "Der Tinnitus begleitet mich immer noch. Heute wie damals brummt, rauscht und saust es in meinen Ohren. Aber ich leide nicht mehr darunter."

Kraft schöpft sie auch aus der Spiritualität. Die eingehende Beschäftigung mit den Themen der Energie- und Bewusstseinsarbeit habe ihr maßgeblich dabei geholfen, die Beeinträchtigung zu akzeptieren.


Quelle: teleschau – der Mediendienst