3000 Folgen, 14 Paare, 13 Jahre: so viel "Sturm der Liebe" und kein Ende in Sicht. Und das, obwohl die ARD-Serie anfangs auf nur etwa 100 Episoden angelegt war. Doch danach wurde die Serie mehrmals verlängert, es geht mit Liebe und Intrigen vorerst weiter.

Passend zum Jubiläum wird in der 3000. Folge (Donnerstag, 20. September, 15.10 Uhr) entsprechend gefeiert. Schließlich wird Urgestein Werner Saalfeld (Dirk Galuba) 75 Jahre alt und lädt dazu zum großen Fest an den "Fürstenhof" ein. Dazu lassen sich auch einige Überraschungsgäste blicken ...

Die Jubiläumsfolge hat es in sich. Frühmorgens verlässt Werner Saalfeld (Dirk Galuba) nach einem Streit mit Robert (Lorenzo Patané) wütend sein Hotel. Damit bringt er seine Familie ordentlich ins Schwitzen, denn seine Kinder kommen extra zu Besuch, um ihren Vater hochleben zu lassen. Als Robert, Eva (Uta Kargel) und Valentina (Paulina Hobratschk) auf der Suche nach dem Geburtstagskind nicht fündig werden, beginnen sie sich Sorgen zu machen. Noch dazu, weil Werner weder sein Handy, noch seine Herztabletten mitgenommen hat. Statt entspannter Geburtstagsfeier steht also erst mal eine turbulente Suchaktion auf dem "Fürstenhof" an. Werden sie das Geburtstagskind finden? Und was es hat es mit Werners schicksalshafter Begegnung im Wald auf sich?

Für das Folgenjubiläum haben sich die "Sturm der Liebe"-Macher für ihre Fans noch etwas ganz Besonderes überlegt. So kehren einige beliebte Stars der vergangenen Staffeln in einer Gastrolle an den "Fürstenhof" zurück, darunter Gregory B. Waldis, Sarah Stork und Daniel Fünffrock. Sehen Sie hier Bilder von den Dreharbeiten.

Doch damit nicht genug der Feierlichkeiten. Schon Ende Oktober startet der ARD-Dauerbrenner in seine 15. Staffel. In Sachen Liebe wird dann sogar noch eine Spur dicker aufgetragen. Denn statt wie bisher die komplizierten romantischen Irrungen und Wirrungen eines Paares zu erzählen, steht fortan ein Dreiergespann im Zentrum der Geschichte. Dafür verstärken Julian Schneider, Helen Barke und Jenny Löffler den Hauptcast der Serie. Dagegen verlassen Larissa Marolt und Sebastian Fischer nach der Hochzeit ihrer Charaktere Alicia und Viktor die Serie.

4,56 Millionen Zuschauer waren Rekord

Mit den neuen Charakteren und den damit verbundenen Storylines erhoffen sich die Macher um Produzentin Bea Schmidt, zu ähnlich starken Einschaltquoten wie in der Vergangenheit zurückzukehren. Schließlich erreichte der Dauerbrenner "Sturm der Liebe" immer wieder Traumquoten von bis zu drei Millionen Zuschauern pro Folge. Unter ihnen sind auch viele aus der sogenannten "werberelevanten" Gruppe der 14- bis 49-Jährigen. Signifikant mehr als die ARD mit vielen anderen Programmen erreicht. Die meistgesehene Folge wurde am 18. Januar 2007 verzeichnet – 4,56 Millionen Zuschauer schalteten damals ein. Ein Wert, den die Produktion allzu gerne wieder einmal erreichen würde. Schließlich hatte "Sturm der Liebe" zuletzt immer wieder mit größeren Quotenschwankungen zu kämpfen.

Der Expandierung der Serie ins Ausland tut dies hingegen keinen Abbruch: In über 24 Länder konnte das von der Bavaria Fernsehproduktion GmbH im Auftrag der ARD Degeto produzierte Format bereits verkauft werden. Mit dabei: Mexiko, Bulgarien und Frankreich – zuletzt eroberte die Telenovela Ungarn und Rumänien "im Sturm". Auch in Italien erfreut sich "Tempesta d'Amore", wie die ARD-Serie dort heißt, großer Beliebtheit. "Sturm der Liebe"-Darsteller Lorenzo Patané, ein gebürtiger Sizilianer, berichtet zum dortigen Kultstatus der Serie: "Ich wurde ein paarmal von Paparazzi am Strand abgelichtet, fremde Menschen fuhren mir im Auto kilometerweit mit Lichthupe hinterher, um ein Autogramm zu kriegen."

Warum ausgerechnet das turbulente Treiben rund um das Fünf-Sterne-Hotel "Fürstenhof" eine derartige Anziehungskraft ausübt, darüber sind sich selbst ausgewiesene Herzschmerz-Experten nicht einig. Ob es an den zahlreichen Stars wie Thomas Gottschalk, Maria Höfl-Riesch und Magdalena Neuner liegt, die in den vergangenen 13 Jahren Gastrollen übernahmen? Wahrscheinlich ist die Ursache für den Erfolg in dem überschaubaren, aber erfolgreichen Konzept zu finden: Mann trifft Frau, Frau trifft Mann, es folgen viele Intrigen, und doch wartet am Ende immer ein wohlverdientes Happy End auf die Protagonisten und den Zuschauer, der sich in vielen Facetten der Handlung wiedererkennt. Oder wie Produzentin Bea Schmidt den Kern der Serie leicht pathetisch beschreibt: "Letztlich ist es das, was uns Menschen bewegt: Die Liebe." Selbst beim 3.000. Mal.


Quelle: teleschau – der Mediendienst