Cynthia Nixon wagte wie so viele Filmstars zuvor den Sprung aufs Politparkett – und wurde nun erstmals in ihre Schranken verwiesen. Doch ihre Ambitionen waren nicht vergebens.

Aus der Traum: Schauspielerin Cynthia Nixon ("Sex and the City") hat den ersten großen Dämpfer in ihrer noch jungen Politikkarriere erfahren. Eigentlich hoffte sie, am 6. November als Kandidatin der Demokraten bei der Gouverneurswahl im Bundesstaat New York antreten zu können. Bei den Vorwahlen hat sie aber nun gegenüber Andrew Cuomo den Kürzeren gezogen. Dieser ist zeitgleich der amtierende Gouverneur und wird nun für eine dritte Amtszeit kandidieren. Zu seinen offiziellen Konkurrenten zählen dann Marc Molinaro (Republikaner) und Stephanie Miner (unabhängig).

Amtsinhaber Cuomo setzte sich mit 64 Prozent der Stimmen relativ deutlich gegen Cynthia Nixon durch. Im Anschluss an die Bekanntgabe der Ergebnisse erklärte die 52-Jährige, dass sie ihrem Parteikollegen zur Wahl beglückwünsche. Auch wenn sie mit ihrem Vorhaben vorerst gescheitert ist, fällt ihr Resümee dennoch positiv aus. So habe ihre Kampagne bewiesen, dass die "blaue Welle" real sei, wie sie vor ihren Anhängern hervorhob. Blau gilt als Parteifarbe der Demokraten. In gewissen politischen Fragen konnte der derzeitige Gouverneur Cuomo demnach weiter nach links gedrängt werden. So sei das politische Wirken von ihr und ihren Anhängern als Widerspiegelung eines liberalen Aufruhrs zu verstehen.

Dass Cuomo und Nixon trotz gleicher Parteizugehörigkeit mit harten Bandagen kämpften, ist in der US-Politik nichts Neues. Cuomo warf seiner Herausforderin politische Unerfahrenheit vor und übte Zweifel an der Ehrlichkeit ihres Einsatzes für das jüdische Volk. Insbesondere über Letzteres zeigte sich der Schauspielstar empört – Nixon selbst ist Mutter zweier jüdischer Kinder und empfand den in ihren Augen abstrusen Vorwurf als "schäbig". Auch wenn ihre politische Karriere nun einen ersten Knick erhalten hat, darf man davon ausgehen, dass der Film- und Fernsehstar der Politbühne weiter erhalten bleibt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst