Sibel Kekilli steigt aus dem "Tatort" aus und sagt ihrer Rolle nach sieben Jahren "guten Gewissens Lebewohl". Als nächstes wartet auf die 37-Jährige eine Serie.

Sarah Brandt ist Geschichte. Nach sieben Jahren hängte die Kieler "Tatort"-Kommissarin ihre Dienstwaffe an den Nagel. "Ich kann ihr guten Gewissens Lebewohl sagen", verabschiedete sich Darstellerin Sibel Kekilli in einem bei der ARD hinterlegten Statement von ihrer Rolle, in der sie 14 Folgen lang glänzte. "Der Entschluss, mit dem 'Tatort' aufzuhören, konkretisierte sich erst nach den letzten Dreharbeiten", so Kekilli, die den Film bereits vor über zwei Jahren drehte. Aus diesem Grund handele es sich auch nicht um einen wirkliches Finale: "Ich habe mich bewusst gegen einen Abschluss-'Tatort' entschieden, man muss eine Geschichte nicht immer auserzählen und durch die beiden letzten Kieler 'Tatorte' wird Sarah Brandt doch einigen in guter Erinnerung bleiben".

Über die Gründe für ihren Ausstieg sprach Kekilli derweil in Interviews: "Ich war nicht immer glücklich damit und musste oft kämpfen", sagte sie der österreichischen Zeitung "Der Standard". Vor allem seien im Drehbuch viele Klischees bedient worden. Auch das Statement der Schauspielerin zur letzten Folge deutet dies an: "So konnte ich das herkömmliche 'Tatort-Korsett' abstreifen und mich wieder ein wenig mehr fallen lassen und spielen." Weiter geht es für den deutschen "Game of Thrones"-Star abermals mit einer Serie, verriet sie dem "Standard" weiter: "Mehr darf ich dazu noch nicht sagen".

Ihr letzter Fall als Kommissarin Sarah Brandt, der Kieler "Tatort: Borowski und das Fest des Nordens", erreichte am Sonntagabend eine vergleichsweise enttäuschende Resonanz. Er fand 6,11 Millionen Zuschauer, was an dem Abend immer noch 22,2 Prozent des Gesamtpublikums bedeutete.


Quelle: teleschau - der mediendienst