Über kein deutsches Serienprojekt wird derzeit so begeistert gesprochen wie über "Babylon Berlin" - und das, obwohl noch kaum jemand die Serie zu Gesicht bekommen hat. Ausgestrahlt werden die 16 Folgen erst ab 13. Oktober beim Bezahlsender Sky Atlantic HD, im kommenden Jahr dann auch im Ersten.

Schon die Fakten lassen aufhorchen: Kosten von 40 Millionen Euro, Tom Tykwer, Achim von Borries und Hendrik Handloegten verantwortlich für Regie und Drehbuch, und dann auch noch große Namen wie Hannah HerzsprungBenno Fürmann und Lars Eidinger auf der Besetzungsliste.

Am 28. September feiert die Produktion schließlich ihre Weltpremiere, und das an einem historischen Ort, dem Berliner Ensemble. Hier feierte Brechts "Dreigroschenoper" Erfolge genau zu jener Zeit Ende der 1920er-Jahre, in der auch "Babylon Berlin" spielt.

"Babylon Berlin" erzählt die Geschichte des jungen Kölner Kommissars Gereon Rath (Volker Bruch, "Unsere Mütter, unsere Väter"), der in die Hauptstadt versetzt wird, um eine Erpressung aufzuklären, die mit einem Pornoring der Berliner Mafia zu tun hat. Gemeinsam mit der Stenotypistin Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries, "Und morgen Mittag bin ich tot") gerät der Ermittler in einen Sog von Korruption, Drogen- und Waffenhandel. Nichts ist, wie es scheint. Aber alle tanzen auf dem Vulkan der "Goldenen Zwanziger", einer dem Untergang geweihten Epoche der Modernität und Freiheit in Deutschland.


Quelle: teleschau - der mediendienst