Erneut pfercht RTL sogenannte Promis in eine Ferienherberge in Portugal. Diesmal sind es acht Paare, die im "Sommerhaus der Stars" auf begrenztem Raum miteinander auskommen müssen. Das Container-Format wurde zudem verlängert.

Irgendwo zwischen dem "Dschungelcamp" immer Anfang eines Jahres und einer weiteren Staffel von "Promi Big Brother" (Sat.1) eröffnet bei RTL nun zum zweiten Mal "Das Sommerhaus der Stars". Grob gesehen, unterscheidet die genannten Formate nicht so viel. Bei der Reality-Ausgabe zur heißen Jahreszeit sitzen nun eben acht vermeintliche Promis insgesamt 14 Tage lang mit ihren jeweiligen mehr oder weniger bekannten Partnern in einem Ferienhaus in Portugal. Dieses allerdings sei absolut keine "Luxusherberge", wie der Kölner Sender eigentlich gar nicht noch einmal hätte stolz verkünden müssen. Begrenzter Platz, zu kurze Betten und unbequeme Matratzen sowie nur ein knapper Vorrat an Warmwasser beim Duschen sollen Konflikte unter den Bewohnern schüren. Im Streit liegt bei den Voyeur-Formaten schließlich der Reiz.

Das voyeuristische Vergnügen hatte bei seiner ersten Ausgabe im vergangenen Jahr recht schnell seinen erhofft hohen Trash-Wert. Bereits in der zweiten Folge verließen Hubert Kah und seine Freundin Ilona Magyar das Promi-Domizil. Grund war die Rationierung von Luxusgütern wie Zigaretten durch die Produktion. Der Stinkefinger wurde gezeigt (Magyar, eine sehr starke Raucherin). Sätze wie "Verfickte Scheiße" (Kah) und ein angeblicher Streit um die einbehaltene Gage nach dem voreiligen Auszug wurden vom Boulevard und den Promi-Portalen im Netz genüsslich aufgenommen.

14 Prozent Marktanteil

Der vermeintliche Eklat verfehlte seinen Effekt nicht. "Das Sommerhaus" erhielt auch in der eher zuschauerschwächeren Jahreszeit ihren Zuspruch. Mit rund 14 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe bewegte sich der Promi-Trash über dem Senderschnitt. Quoten-Argumente genug also für eine nun auch erweiterte Fortsetzung. Anders als im Vorjahr sind nicht mehr nur vier Folgen geplant. Gleich sechs Folgen sind es diesmal, in denen unterer anderem bei gegenseitigen Nominierungen und wöchentlicher Abwahl möglichst die Fetzen fliegen sollen.

Dass dies wohl passieren wird, dafür sorgen nicht nur "rustikalere" Umstände in der Promi-Bude mit unter anderem Zimmern, die sich kaum verdunkeln lassen. Wie bereits im Vorjahr bediente RTL sich bei Prominenten, die bereits in vergleichbaren Formaten zu sehen waren. Schocken lassen diese sich nicht bei vielleicht schlüpfrigen Fragen nach einer "erogenen Zone". Vor allem wissen sie, dass ein Streit mit möglichst deftigen Worten gerne auch erhoffte Aufmerksamkeit bringt.

Martin Semmelrogge (gemeinsam mit Ehefrau Sonja) rüpelte sich schon in den Knast und durch den "Promi Big Brother"-Container. Giulia Siegel (mit Gourmet-Koch Ludwig Heer), "Bachelorette"-Macho Aurelio Savina (mit Freundin Lisa Freidinger) und Sänger Nico Schwanz (mit Ex-"Bachelor"-Kandidatin Saskia Atzerodt) haben immerhin "Dschungel"-Erfahung. Zu ihnen gesellen sich Ex-NDW-Star Markus (mit Sängerin Yvonne König), das schrille "Hot oder Schrott"-Paar Hubert Fella und Matthias Mangiapane sowie TV-Schrottstar Manfred "Manni" Ludolf gemeinsam mit seiner Frau Jana.

"Fürstin des Schreckens" ist mit dabei

Ob die Teilnehmer durch eine mögliche "Hölle"(na) müssen, liegt auch an dem Verhalten von Helena Fürst. Auch die "Fürstin des Schreckens" aus der zehnten "Dschungelcamp"-Staffel zieht ein in das "Sommerhaus". Ein Coup für RTL. Immerhin kommt sie in Begleitung ihres angeblichen Freundes Ennesto Monte. Zuletzt gab es mal wieder Trennungsgerüchte um die beiden. Oder waren sie überhaupt jemals zusammen? Auch eine angebliche Fehlgeburt wurde vermeldet. Näheres soll in dem Trash-Format, das im vergangenen Jahr Xenia Prinzessin von Sachsen und Rajab Hassan gewonnen hatten, bekannter werden.


Quelle: teleschau - der mediendienst