Das TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Herausforderer Martin Schulz (SPD) findet am 3. September 2017 statt. Änderungsvorschläge zum Konzept der Sendung, die zuvor von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 geäußert wurden, lehnte Merkel im Vorfeld jedoch ab.

Ginge es nach dem Wunsch der vier Fernsehsender, wäre das TV-Duell 2017 dramaturgisch neu gestaltet worden. So waren für die beiden Moderatorenpaare nach einem gemeinsamen Einstieg in die Sendung jeweils Blöcke von je 45 Minuten vorgesehen. Ziel sei es gewesen, eine klarere Struktur und mehr Raum für Spontaneität und Vertiefung zu bieten.

"Die Vertreter der Bundeskanzlerin waren mit diesen dramaturgischen Veränderungen nicht einverstanden und lehnten eine Teilnahme unter diesen Bedingungen ab", heißt es jetzt jedoch in einer Mitteilung von ARD, ZDF, RTL und Sat.1.

Rückkehr zum Modell von 2013

Um eine direkte Konfrontation zwischen der Kanzlerin und dem Spitzenkandidaten der SPD dennoch zu ermöglichen, kehren die einladenden Fernsehanstalten daheri im September zum 2013 praktizierten Modell zurück. Dabei werden sich die Moderatorenpaare Maybrit Illner (ZDF) und Peter Kloeppel (RTL) sowie Sandra Maischberger (ARD) und Claus Strunz (ProSieben/Sat.1) mit ihren Fragen im Laufe des "Duells" häufiger abwechseln.

Das TV-Duell werde wie in der Vergangenheit ohne weitere inhaltliche Absprachen über konkrete Fragestellungen journalistisch unabhängig gestaltet. Zu sehen ist es dann am 3. September um 20.15 Uhr live aus Berlin-Adlershof im Ersten, im ZDF, auf RTL und auf Sat.1.