Mit "Morddeutschland" zeigt der NDR ein neues True-Crime-Format (ab 14.7., 21.15 Uhr). Drei Fragen an Autor und Regisseur Björn Platz.

Gibt es Vorbilder für die Reihe?

Tatsächlich keine. Die Entwicklung begann vor gut drei Jahren mehr durch Zufall. Im Look haben wir uns an skandinavischen Krimis und "Sherlock" orientiert. Sie arbeiten auch mit Graphic-Novel-Sequenzen.

Wie schmal ist der Grat zwischen Information und Spielerei?

Ursprünglich waren diese als Alternativen zu nachgestellten Szenen gedacht, haben jedoch eine eigenständige Aufgabe bekommen. Durch sie bekommt der Zuschauer Einblicke in die Gedankenwelt der Kommissare. Grundsätzlich gilt aber: Es geht um Tötungsdelikte. Wir vermeiden Spielereien schon aus Respekt vor den Opfern.

Der Zuschauer soll "Teil des Ermittler-Teams" werden. Wie?

Der Zuschauer weiß nicht mehr als die Ermittler. Gleichzeitig beschäftigen sich Graphic Novel und Filmtext mit den Perspektiven der Kommissare. Das alles verschafft dem Zuschauer Einblicke und lässt ihn Teil der Mordkommission werden.