Fathi Akins "Soul Kitchen" ist eine Hommage an Hamburg – und an Kartoffelsalat aus dem Eimer.

Plopp. Mit einem schmatzenden Geräusch landet der fertige Eimer-Kartoffelsalat auf dem Teller neben dem Schnitzel. Zinos (Adam Bousdoukos) kocht selbst in seiner Kneipe. Die paar Gäste, die noch kommen, wollen, dass alles bleibt, wie es ist. So ist es keine glückliche Fügung, als der extrovertierte Starkoch Shayn (Birol Ünel) mangels anderer Jobangebote in Zinos' "Soul Kitchen" landet. Seine Kreationen und emotionalen Wallungen vertreiben den Rest der Gäste – und auch sonst läuft es für den Wirt nicht eben rund.

Die Komödie "Soul Kitchen" (2009), die ARTE nun wiederholt, ist eine Lockerungsübung gegen die Verkopfung. Regisseur Fatih Akin ("Gegen die Wand", "Aus dem Nichts") erlaubt sich, den Ernst außen vor zu lassen, Spaß zu haben und vor allem Spaß zu machen. Dieser Film über einen Hamburger Kneipenwirt ist fürs Publikum, nicht für die Selbstverwirklichung und schon gar nicht für die Kunst.


Quelle: teleschau – der Mediendienst