ORF stoppt Doku-Ausstrahlung: So geht es Natascha Kampusch heute
Im Vorfeld wurde die geplante Ausstrahlung der Doku über Natascha Kampusch stark kritisiert. Ihre Ärzte und auch die Opferhilfe sollen sogar rechtliche Schritte angedroht haben, sollte der Sender ORF die Doku senden. Vor 20 Jahren schaffte es die Österreicherin, sich selbstständig aus Gefangenschaft zu befreien. Im Alter von 10 Jahren wurde Natascha Kampusch entführt und achteinhalb Jahre in einem Keller gefangen gehalten. In einem passenden Moment konnte das tapfere Mädchen entfliehen. Ihr Peiniger beging damals suizid. Ihr plötzliches Auftauchen löste viel Interesse in den Medien aus.
So geht es Natascha Kampusch heute
Nach ihrer Selbstbefreiung zeigte sich Natascha Kampusch als starke Frau, die sich, trotz ihres Schicksals, nicht unterkriegen lassen wollte. Die Österreicherin schrieb ein Buch über ihr Erlebtes, gab Interviews und wollte anderen mit ihrem Beispiel Mut geben, niemals aufzugeben. Doch nun scheint es der Kämpferin nicht gutzugehen. "Jeder weiß, wie Natascha früher vor der Kamera gesprochen hat. Das gibt es jetzt überhaupt nicht mehr. Sie ist meist in einer eigenen Welt. Sie ist wieder in einer Art Gefangenschaft", erzählte Natascha Kampuschs Schwester dem ORF. Die Familie fühle sich hilflos. Die 38-Jährige soll einen Zusammenbruch erlitten haben. Auch nach ihrer Flucht, musste die Österreicherin viel durchmachen. So wurde sogar an ihrer Geschichte gezweifelt. Nach mehrfachen Untersuchungen soll bewiesen worden sein, dass Natascha Kampusch die Wahrheit sagt.
Darum stoppt der ORF die Doku-Ausstrahlung
Nun hat der ORF die Ausstrahlung der Doku "Natascha Kampusch - Gefangen in Freiheit" gestoppt. Der Grund dafür seien "unterschiedliche Auffassungen betreffend die Persönlichkeitsrechte von Natascha Kampusch", erklärt der Sender. Die Opferhilfe "Weiße Ring" begrüßte die Entscheidung.