Star-Regisseur

Christopher Nolan verteidigt Einspielergebnis von "Tenet"

Es sollte ein Blockbuster werden, doch die Einspielergebnisse von "Tenet" blieben weit hinter den ursprünglichen Ergebnissen zurück. Angesichts der Lage in diesem Jahr zeigt sich Star-Regisseur Christopher Nolan dennoch "begeistert".

Kinofilme hatten es diesen Sommer schwer: Wegen der Corona-Pandemie besuchten nur wenige Zuschauer die Lichtspielhäuser, viele Kinos weltweit hatten über Monate geschlossen, die Einspielergebnisse blieben geringer als in den Jahren zuvor. So hatte auch "Tenet", der einzige große Blockbuster des Jahres, zu kämpfen: Der Action-Science-Fiction-Film, der am 26. August auch in den deutschen Kinos startete, spielte weltweit innerhalb von zwei Monaten fast 350 Millionen Dollar ein. Ob diese Zahl in der Coronakrise nun enttäuschend ist oder nicht, beantwortete Regisseur Christopher Nolan selbst: Er sei "begeistert" von den Ticketverkäufen von "Tenet", erklärte der 50-Jährige in einem Interview mit der Tageszeitung "Los Angeles Times".

Der Regisseur äußerte sich jedoch kritisch darüber, dass andere Studios nicht annähernd so enthusiastisch waren wie Warner, das "Tenet" in die Kinos gebracht hatte. Er sei besorgt, dass die Studios "nicht darauf schauen, wo der Film gut funktioniert" habe, sondern lediglich darauf, dass "Tenet" die Erwartungen, die noch vor der Corona-Pandemie herrschten, nicht erfüllt habe. Nolan kritisierte, dass die Studios dies als "Entschuldigung" benutzten, anstatt "sich ins Spiel zu stürzen und sich anzupassen – oder mit anderen Worten, unser Geschäft wieder aufzubauen".

Laut Nolan sei 2019 das "größte Jahr für Kinofilme in der Geschichte" gewesen. Es sei viel Geld verdient worden, die Besucherzahlen seien enorm gewesen. Nun gehe es für ihn um viel mehr: "Was ist die neue Realität, in der wir leben?" Er erklärte: "Auf lange Sicht ist das Filmen ein Teil des Lebens, wie Restaurants und alles andere. Aber im Moment muss sich jeder an eine neue Realität anpassen."

Viele andere Blockbuster, wie beispielsweise "Keine Zeit zu sterben", "Black Widow" und "Fast & Furious 9", die eigentlich 2020 hätten starten sollen, wurden bereits ins nächste oder sogar übernächste Jahr verschoben.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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