Die Amazon-Serie "The Man In The High Castle" geht in die finale Staffel. Eine tragende Rolle dabei spielt ein deutscher Shootingstar – und das, obwohl ihn hierzulande noch kaum jemand kennt.

Vom Sportstudenten zum "Game Of Thrones"-Star: Hätte man Marc Rissmann vor wenigen Jahren diesen Aufstieg prophezeit, er hätte es wohl selbst nicht für möglich gehalten. Doch der deutsche Schauspieler hat den Sprung geschafft, ohne Umwege in internationalen Produktionen mitzuwirken. Neben dem Fantasy-Epos aus dem Hause HBO gesellen sich zu Rissmanns Engagements auch Rollen im Historiendrama "The Last Kingdom" und in der Sky-Hochglanzserie "Riviera". Trotzdem gilt der 39-Jährige hierzulande noch immer als Geheimtipp. Ändern könnte sich dies nun dank der Amazon-Serie "The Man In The High Castle", die am 15. November in ihre vierte und letzte Staffel startet.

Schenkt man den Promotern im Vorfeld des Serienstarts Glauben, nimmt Rissmann mit seinem Part als Obergruppenführer Wilhelm Görtzmann eine tragende Rolle ein. Er ist es nämlich, den der Führer höchstselbst nach Amerika entsendet. Görtzmanns Auftrag ist klar: Er soll den Reichsmarschall John Smith (Rufus Sewell) wieder auf Kurs bringen, der sich mehr für ein magisches Portal in eine Paralleldimension, denn für das erfolgreiche Fortbestehen des "Greater Nazireichs" zu interessieren scheint. Und das, obwohl die Rebellin Juliana Crain (Alexa Davalos) erneut Widerstandskämpfer um sich schart und die Japaner auf Rache für den Mord an Handelsminister Nobusuke Tagomi (Cary-Hiroyuki Tagawa) sinnen.

"Die Serie erforscht die menschlichen Abgründe innerhalb eines politischen Systems, ohne sie zu dämonisieren oder als eindimensionale Bösewichte darzustellen", beschreibt Rissman "The Man In The High Castle" in einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Das dystopische Format spielt in einem alternativen Amerika der 60er-Jahre: Die USA, so erzählt es die Verfilmung des Philipp.K.-Dick-Romans "Das Orakel vom Berge", hat den Zweiten Weltkrieg verloren und ist ein faschistischer Staat geworden, aufgeteilt unter den Siegermächten Deutschland und Japan.

Auf seine Rolle in dem Amazon-Aushängeschild sei Rissmann "stolz" und "dankbar" für die Möglichkeit. Dass er die vergangenen Jahre hauptsächlich im Ausland spielte, macht der Schauspieler an dem größeren Markt für internationale Produktionen im Serienbereich fest. Trotzdem: Mehr Engagements in deutschen Formaten sind auch für den charismatischen Berliner ein Ziel: "Allein schon deshalb, weil ich gerne in meinem eigenen Bett schlafe." Vielleicht ist Marc Rissmann ja schon bald ein ruhiger Schlaf im trauten Eigenheim vergönnt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst